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Das Joint Venture „Neptun Smulders Offshore Renewables“ (NSORe) wird den Offshore-Konverter für Nordsee-Projekt „LanWin3“ liefern.
Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz hat den Auftrag für den Bau des Offshore-Konverters des Netzanbindungssystems „LanWin3“ an das Konsortium Neptun Smulders Offshore Renewables (NSORe) vergeben, teilte der Netzbetreiber am 17. September mit. Das Unternehmen soll die 2-GW-Anlage unter anderem in Rostock-Warnemünde fertigen. Siemens Energy liefert die Hochspannungstechnik.
Für NSORe ist Lanwin 3 bereits der zweite Auftrag von 50 Hertz für eine Offshore-Konverteranlage. Im Juni hatte der Übertragungsnetzbetreiber das Konsortium gemeinsam mit Siemens Energy mit Lanwin 6 beauftragt. Der Auftragswert für den NSORe-Anteil an beiden Projekten beläuft sich nach Angaben von 50 Hertz auf rund 2,5 Milliarden Euro. Einen Teil davon will das Konsortium für Produktion und Dienstleistungen in Mecklenburg-Vorpommern einsetzen.
NSORe übernimmt bei Lanwin3 gemeinsam mit den Projektpartnern die Umsetzung bis zur Übergabe der Anlagen. Der Leistungsumfang umfasst Planung, Beschaffung, Bau, Installation an Land und auf See sowie die Inbetriebnahme. In Rostock-Warnemünde soll unter anderem die Topside der Offshore-Plattform entstehen. Die stählerne Unterkonstruktion fertigt Smulders in Vlissingen in den Niederlanden.
Lanwin 3 wird über Nordost-Link angebunden
NSORe mit Sitz in Rostock ist ein Joint Venture der zum Meyer-Werft-Konzern gehörenden Neptun Werft und dem belgischen Unternehmen Smulders, einem Tochterunternehmen der französischen Eiffage Gruppe. 50 Hertz hatte Siemens Energy bereits 2024 mit der Lieferung der Hochspannungs-Technologie für das Projekt beauftragt und jetzt den Teil des Vertrags zum Stahlbau und den Plattformanlagen geändert und den Auftrag nach Deutschland verlagert.
Bei Lanwin3 handelt es sich um ein Offshore Netzanbindungssystem, dessen landseitige Konverteranlage sich am zukünftigen Netzverknüpfungspunkt Mühlenbeck bei Schwerin befinden wird. Beide Konverteranlagen werden über die Gleichstromverbindung „NordOstLink“ (NOL) und einen Multitermin-Hub in Heide in Schleswig-Holstein verbunden.
50 Hertz-Chef Stefan Kapferer verweist im Zusammenhang mit der Vergabe auf den Aufbau von Fertigungskapazitäten für Offshore-Netzinfrastruktur in Rostock: „Mit diesem zweiten Auftrag stärken wir die gesamte Wertschöpfungskette in der Region noch weiter und tragen dazu bei, dass die Energiewende auch auf dem Meer vorankommt. Politisch muss es jetzt darum gehen, das Wind-auf-See-Gesetz so nachzuschärfen, dass es beim Bau der Offshore-Windparks Planungssicherheit und keinen Verzug gibt.“ (hr)
Donnerstag, 17.09.2026, 13:27 Uhr
Heidi Roider
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