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Enerige & Management > Personalie - Frankreich hat einen neuen Energieminister
Bild: s_l / Fotolia
PERSONALIE:
Frankreich hat einen neuen Energieminister
Der bisherige Präsident der Nationalversammlung, Francois de Rugy hat die Amtsgeschäfte als Umwelt- und Energieminister von seinem Vorgänger Nicolas Hulot übernommen.
 
Hulot hatte am 28. August seinen Rücktritt erklärt und beklagt, die Umwelt- und Klimapolitik habe innerhalb der französischen Regierung einen zu geringen Stellenwert.

Der 44jährige de Rugy ist seit 2007 Abgeordneter des Departements Loire-Atlantique und engagierte sich seit den 1990er Jahren für den Umweltschutz. Er war unter anderem Mitglied der französischen Grünen und von Europe Ecologie. Bevor er zur Bewegung „République en Marche“ des jetzigen Staatschefs Emmanuel Macron stieß, war er auch kurzzeitig für die Sozialisten (PS) und für die Linke aktiv.

„Ich werde nicht von der Energiewende abweichen, die von den Franzosen gewollt ist“, betonte de Rugy laut französischen Medienberichten bei seinen Amtsantritt. Als eine der Prioritäten seiner Arbeit nannte Rugy die mehrjährige Energieplanung (PPE). Die Planung für die Jahre bis 2023 und darüber hinaus ist überfällig und für den Oktober angekündigt.

Die Energieplanung ist Konfliktpunkt

Heikel dabei ist insbesondere das weitere Verfahren mit der Kernenergie. Hulot wollte mit Blick auf die angekündigte Senkung des Atomstrom-Anteils von 75 % auf 50 % bis 2030/2035 einen konkreten Zeitplan für die Schließung bestimmter Reaktoren vorlegen und hatte sich klar gegen weitere Neubauten der neuen EPR-Generation von KKW ausgesprochen – entgegengesetzt den Interessen der etablierten Energiewirtschaft.

Die Erneuerbaren-Branche erwartet klare Bestätigungen für die Ausbauziele, insbesondere für die Windkraft an Land, die sich erheblichen Widerständen ausgesetzt sieht, wie auch für die gerade erst entstehende Sparte der Meeresenergien, wozu vor allem die Offshore-Windkraft zählt. Umgesetzt werden muss auch der Plan zur energetischen Sanierung von Gebäuden, ebenso wie viele andere angekündigte Projekte im Bereich Wasser und Biodiversität. Hulot hatte zudem eine ökologische Steuerreform angepeilt. Auf den neuen Minister de Rugy wartet also viel Arbeit.
 
 
 
 
 
 

Angelika Nikionok-Ehrlich
Redakteurin
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Mittwoch, 05.09.2018, 15:49 Uhr

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