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Enerige & Management > Fernwärme - Wuppertal baut Wärmenetz in der Innenstadt aus
WSW-Vorstandsvorsitzender Markus Hilkenbach (links) und WSW Netz-Geschäftsführer Frank Pieper, Bild: Stefan Tesche-Hasenbach
FERNWÄRME:
Wuppertal baut Wärmenetz in der Innenstadt aus
Wuppertal will im Innenstadtbereich Elberfelds bis 2030 die Fernwärme modernisieren. Die Arbeiten der Stadtwerke am Fernwärmenetz beginnen im Mai.
 
Mit einem Investitionsvolumen von rund 30 Mio. Euro werden die Fernwärmeleitungen in der Elberfelder City ausgebaut und von Dampf auf Heizwasser umgestellt, teilten die Stadtwerke Wuppertal (WSW) mit. Mit der klimaneutralen Wärmeversorgung in der Wuppertaler (Nordrhein-Westfalen) Innenstadt können nach Informationen des Versorgers künftig rund 5.500 Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr vermieden werden.

„Da wir den Fernwärmeausbau in die städtebauliche Sanierung integrieren können, öffnet sich jetzt das Zeitfenster, die Wärmeversorgung der Elberfelder Innenstadt praktisch CO2-frei zu machen“, erklärt WSW-Vorstandsvorsitzender Markus Hilkenbach. Hauptproduzent der Fernwärme ist das Müllheizkraftwerk des kommunalen Entsorgers AWG, einer WSW-Beteiligung. Dort wird die Wärme durch die thermische Verwertung biogener Abfallstoffe erzeugt. Bisher nutzen etwa 280 Abnehmer in der Innenstadt von Wuppertal-Elberfeld Fernwärme. Nach Analysen des Versorgers können zukünftig über 650 Liegenschaften, darunter Einkaufszentren, Hotels und Gewerbe versorgt werden.

Im Zuge des Fernwärmenetz-Ausbaus werden die WSW zum einen die über 60 Jahre alten Leitungen erneuern. Zudem wird die Wärmeversorgung von Dampf auf Heizwasser umgestellt. Im Dampfnetz liegen die Vorlauftemperaturen bei über 200 Grad Celsius. Durch die Umstellung auf das Medium Heizwasser können diese auf maximal 120 Grad Celsius reduziert werden. In Summe sind die Energie- und Wasserverluste im zukünftig geschlossenen Vor- und Rücklaufsystem sehr viel geringer, als im offenen Kondensat-Rücklauf des bisherigen Dampfnetzes. Frank Pieper, Geschäftsführer der WSW Netz: „Ein Effizienzgewinn, der sich unmittelbar im geringeren Brennstoffeinsatz bei gleicher Wärmeausbeute niederschlägt.“ Insgesamt, erläutert Pieper, werde die WSW über 33 Kilometer Leitungen neu bauen und austauschen.

Es ist nicht das erste Klimaschutz-Großprojekt der WSW in Wuppertal. Der 2016 begonnene Bau einer neuen Fernwärmetrasse vom Wuppertaler Müllheizkraftwerk in das dicht bebaute Tal der Wupper machte die Abschaltung des innerstädtischen Kohlekraftwerks Elberfeld möglich. „Diese Maßnahme führte zu einer CO2-Reduktion von jährlich 450.000 Tonnen“, so Hilkenbach.
 

Heidi Roider
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