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Energie & Management > Wärmenetz - Neue Wärmepumpe für Berliner Stadtwärmenetz
Quelle: Vattenfall
Wärmenetz

Neue Wärmepumpe für Berliner Stadtwärmenetz

Im Berliner Heizkraftwerk Buch ist eine Wärmepumpe mit 700 kW in Betrieb gegangen. Sie soll zusätzliche Abwärmepotenziale der KWK-Anlage für das Stadtwärmenetz heben.
Der Energiekonzern Vattenfall will von 2040 an Berlin mit klimaneutraler Wärme für Heizung und Warmwasser versorgen. Auch kleine Schritte seien dazu nötig, wie die neue Wärmepumpe am Heizkraftwerk (HKW) Berlin-Buch, die künftig Wärmeverluste und Kosten an dem Standort reduzieren soll.

Das Projekt wurde vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert. "Wir haben lange versucht, die Abwärme aus dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Prozess für die Stadtwärme nutzbar zu machen. Erst durch die Teilnahme am Förderwettbewerb 'Energieeffizienz' des Bundeswirtschaftsministeriums, ergab sich die Möglichkeit, das Projekt auch wirtschaftlich umzusetzen", erklärte dazu Andreas Heuer, Asset-Manager von Vattenfall der Anlage in Buch.

Das HKW Berlin-Buch mit einer installierten elektrischen Leistung von 12,5 MW sowie einer thermischen mit 137 MW hat im Jahr 2014 eine neue Gasturbine mit nachgeschaltetem Abhitzekessel erhalten. Außerdem nutzt das HKW die Abwärme der Gasverstromung aus der Deponie in Schwanebeck und deckt damit bis zu 20 % des Fernwärmebedarfes für das Wärmenetz Buch. Das Bucher Inselnetz von Vattenfall versorgt rund 10.000 Wohnungen und 500 weitere Gebäude wie Schulen und Kliniken.

Nutzung der unvermeidbaren Abwärme

Die KWK-Technologie nutze den eingesetzten Brennstoff Gas hocheffizient. Dennoch entstehe bei der Stromerzeugung auch unvermeidbare Abwärme, welche im Schmieröl der Turbinenlager, den Generatoren und im Gasverdichter anfalle. Diese soll mit der Wärmepumpe des Herstellers Johnson Controls nun zusätzlich genutzt werden.

Da diese Abwärme für eine weitere Nutzung eigentlich zu kalt ist, wurde die Wärme bislang an die Umgebungsluft abgegeben. Dies ändert sich mit der neuen Wärmepumpe: Sie hebt das Temperaturniveau der Abwärme an und führt sie dem Stadtwärmenetz zu. Die Leistung der Wärmepumpe beträgt 700 kW. Durch den Einbau "kann die Wärmekapazität der Anlage erhöht werden, ohne dass zusätzliche fossile Brennstoffe verbrannt werden", teilte dazu das Unternehmen Johnson Controls am 21. April mit. Dies trage zur Versorgungssicherheit bei und spare nach Informationen des Herstellers rund 620 t CO2 im Jahr ein.

"Die Senkung der CO2-Emissionen, die beim Einsatz von fossilen Brennstoffen beim Heizen und Kühlen entstehen − sei es für Fernwärme, industrielle Prozesse oder in Gebäuden − muss oberste Priorität haben, wenn wir im Kampf gegen den Klimawandel eine Netto-Null-Wirtschaft erreichen wollen", sagt Katie McGinty, Vice President & Chief Sustainability and External Relations Officer bei Johnson Controls. Wärmepumpen seien von entscheidender Bedeutung, da sie den Gasbedarf senken und die Energiesicherheit erhöhen.

Donnerstag, 21.04.2022, 11:31 Uhr
Heidi Roider
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Quelle: Vattenfall
Wärmenetz
Neue Wärmepumpe für Berliner Stadtwärmenetz
Im Berliner Heizkraftwerk Buch ist eine Wärmepumpe mit 700 kW in Betrieb gegangen. Sie soll zusätzliche Abwärmepotenziale der KWK-Anlage für das Stadtwärmenetz heben.
Der Energiekonzern Vattenfall will von 2040 an Berlin mit klimaneutraler Wärme für Heizung und Warmwasser versorgen. Auch kleine Schritte seien dazu nötig, wie die neue Wärmepumpe am Heizkraftwerk (HKW) Berlin-Buch, die künftig Wärmeverluste und Kosten an dem Standort reduzieren soll.

Das Projekt wurde vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert. "Wir haben lange versucht, die Abwärme aus dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Prozess für die Stadtwärme nutzbar zu machen. Erst durch die Teilnahme am Förderwettbewerb 'Energieeffizienz' des Bundeswirtschaftsministeriums, ergab sich die Möglichkeit, das Projekt auch wirtschaftlich umzusetzen", erklärte dazu Andreas Heuer, Asset-Manager von Vattenfall der Anlage in Buch.

Das HKW Berlin-Buch mit einer installierten elektrischen Leistung von 12,5 MW sowie einer thermischen mit 137 MW hat im Jahr 2014 eine neue Gasturbine mit nachgeschaltetem Abhitzekessel erhalten. Außerdem nutzt das HKW die Abwärme der Gasverstromung aus der Deponie in Schwanebeck und deckt damit bis zu 20 % des Fernwärmebedarfes für das Wärmenetz Buch. Das Bucher Inselnetz von Vattenfall versorgt rund 10.000 Wohnungen und 500 weitere Gebäude wie Schulen und Kliniken.

Nutzung der unvermeidbaren Abwärme

Die KWK-Technologie nutze den eingesetzten Brennstoff Gas hocheffizient. Dennoch entstehe bei der Stromerzeugung auch unvermeidbare Abwärme, welche im Schmieröl der Turbinenlager, den Generatoren und im Gasverdichter anfalle. Diese soll mit der Wärmepumpe des Herstellers Johnson Controls nun zusätzlich genutzt werden.

Da diese Abwärme für eine weitere Nutzung eigentlich zu kalt ist, wurde die Wärme bislang an die Umgebungsluft abgegeben. Dies ändert sich mit der neuen Wärmepumpe: Sie hebt das Temperaturniveau der Abwärme an und führt sie dem Stadtwärmenetz zu. Die Leistung der Wärmepumpe beträgt 700 kW. Durch den Einbau "kann die Wärmekapazität der Anlage erhöht werden, ohne dass zusätzliche fossile Brennstoffe verbrannt werden", teilte dazu das Unternehmen Johnson Controls am 21. April mit. Dies trage zur Versorgungssicherheit bei und spare nach Informationen des Herstellers rund 620 t CO2 im Jahr ein.

"Die Senkung der CO2-Emissionen, die beim Einsatz von fossilen Brennstoffen beim Heizen und Kühlen entstehen − sei es für Fernwärme, industrielle Prozesse oder in Gebäuden − muss oberste Priorität haben, wenn wir im Kampf gegen den Klimawandel eine Netto-Null-Wirtschaft erreichen wollen", sagt Katie McGinty, Vice President & Chief Sustainability and External Relations Officer bei Johnson Controls. Wärmepumpen seien von entscheidender Bedeutung, da sie den Gasbedarf senken und die Energiesicherheit erhöhen.

Donnerstag, 21.04.2022, 11:31 Uhr
Heidi Roider

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