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Enerige & Management > Wärmenetz - Netzwerk in Baden-Württemberg für grüne Fernwärme
Quelle: E&M / Stefan Sagmeister
WÄRMENETZ:
Netzwerk in Baden-Württemberg für grüne Fernwärme
Der Energieeffizienzverband AGFW hat in Ludwigsburg das baden-württembergische Netzwerk "Grüne Fernwärme" gestartet.
 
Mit der Plattform "Grüne Fernwärme", die im Sommer 2021 gestartet ist, will der Energieeffizienzverband AGFW den Ausbau der Fernwärme unterstützen. Bei dem bundesweiten Projekt stellen der Verband und regionale Netzwerkpaten Know-how und Erfahrungswerte zur Verfügung. Nun wurde in Ludwigsburg das Netzwerk für Baden-Württemberg vorgestellt. Städte und Gemeinden sollen so Orientierung auf dem Weg zur kommunalen Wärmewende und dem verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien erhalten, teilte der AGFW am 3. Februar mit. 
 
„Um die ambitionierten Klimaziele der EU und der Bundesregierung zu erreichen, muss die kommunale Wärmewende gelingen. Mit der Plattform unterstützen wir interessierte Kommunen beim Neubau und der Erweiterung bestehender Fernwärmenetze sowie deren Umstellung auf erneuerbare Energien“, so Harald Rapp, Bereichsleiter Stadtentwicklung beim AGFW und Leiter der Plattform „Grüne Fernwärme“.

Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) besitzen viel Erfahrung im Einsatz von Fernwärme. Diese will der Versorger nun über das Netzwerk „Grüne Fernwärme“ weitergeben. Im Rahmen des kommunalen Klimaschutz-Modellprojekts „SOLARHEATGRID“ entstand zum Beispiel von 2017 bis 2020 in Ludwigsburg Deutschlands bislang größte Freiflächen-Solarthermieanlage, die in das Ludwigsburger Fernwärmenetz eingebunden ist.
 
Start des Netzwerkes in Baden-Württemberg für grüne Fernwärme (von links): Rechtsanwalt Michael Köppl, Harald Rapp (AGFW), Thomas Pauschinger (Baden-Württemberg AGFW), Netzwerkpatin Stephanie Frick (RBS Wave), Johannes Rager (Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim) sowie Steffen Weeber (Stadt Ludwigsburg)
Quelle: AGFW

Stadtwerke-Geschäftsführer Johannes Rager: „Die Solarthermie-Anlage läuft seit mehr als einem Jahr erfolgreich und ist ein wichtiger Baustein zur Umsetzung der Wärmewende. Für das Klimaschutzmodell-Projekt Solar-Heat-Grid wurden drei bestehende Inselnetze in das SWLB-Verbundnetz integriert.“ Hier greife die Wärmestrategie des Versorgers, in der die dezentralen Erzeugungsanlagen zu einem virtuellen Kraftwerk zusammengeschlossen werden. Insbesondere das Holzheizkraftwerk (HHKW) werde noch effizienter eingesetzt, denn Solarthermie und HHKW ergänzen sich ideal. „Beide Komponenten sind Teil unseres Fernwärme-Ausbaukonzeptes, worauf die kommunale Wärmeplanung optimal aufbauen kann“, sagte Rager.

Als Netzwerkpatin steht den Kommunen in Baden-Württemberg Stephanie Frick vom Ingenieurunternehmen „RBS wave GmbH“ aus Stuttgart zur Verfügung. „Auf dem Weg zu einem ersten Wärmenetz stellen sich in einer Kommune oft viele Fragen. Wir bieten bei diesen wichtigen ersten Schritten Orientierung und begleiten die Verantwortlichen dabei, Projekte zu planen und beispielsweise Beschlussfassungen für das Gemeindeparlament vorzubereiten.“ Die Plattform diene außerdem der Vernetzung, so Frick. „Bei Interesse können wir den Kontakt zu Fachplanern und energiewirtschaftlichen Dienstleistern herstellen.“

Städte und Gemeinden können sich unter gruene-fernwaerme.de  über die Plattform informieren und sich dem Netzwerk anschließen.
 

Heidi Roider
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