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STUDIEN:
Milliarden-Einsparungen durch Erneuerbare und Effizienz
Durch erneuerbare Energien und Energieeffizienz verringern sich die Kosten für Energieimporte signifikant: Im Jahr 2015 wurden laut Experten-Schätzung16 bis 18 Mrd. Euro eingespart.
 
Das Bundeswirtschaftsministerium hat jetzt zwei bereits im vergangenen Jahr in seinem Auftrag erstellte Berichte der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) zur Methodik von Energiekostenberechnungen sowie zum Umfang von Energiekosten und -einsparungen veröffentlicht. 

Die volkswirtschaftlichen Vorteile durch die Energiewende liegen zwar vor allem in Investitionen und der Schaffung beziehungsweise Sicherung von Arbeitsplätzen. Doch schlagen auch die Einsparungen fossiler Energieträger wie Öl und Gas erheblich zu Buche, denn durch den Ausbau von erneuerbaren Energien und die Steigerung der Energieeffizienz verringern sich die Importnachfrage und damit die Ausgaben für diese Importe.

Mit dem Bericht „Zur Berechnung der durch den Ausbau erneuerbarer Energien und Energieeffizienz verminderten Importe fossiler Brenn- und Kraftstoffe“ wird laut den Angaben eine Methodik vorgelegt, mit der die Import-Einspareffekte übergreifend und einheitlich bestimmt werden können. Demnach wurden allein im Jahr 2015 schätzungsweise mt 16 bis18 Mrd. an Kosten für Energieimporte vermieden. Die größten Ausgabeneinsparungen seien bei den privaten Haushalten und im Verkehr erzielt worden, heißt es dazu.

53 Mrd. Euro Ausgaben für Wärme, 79 Mrd. Euro für Verkehr

Ein weiterer vom BMWi beauftragter Bericht befasst sich mit dem von der Expertenkommission zum Monitoring der Energiewende entwickelten Konzept zur Energiewirtschaftlichen Gesamtrechnung. Dabei geht es insbesondere um die Bestimmung von sogenannten Letztverbraucherausgaben als Indikator für die Bezahlbarkeit von Energie.

Der Bericht mit dem Titel „Energiewirtschaftliche Gesamtrechnung – Methoden und exemplarische Berechnungen“, in dem die Herangehensweise der Expertenkommission genauer betrachtet wird, nimmt teils eigene Berechnungen der Letztverbraucherausgaben vor. Er kommt dabei für das Jahr 2015 im Wesentlichen zu denselben Ergebnissen wie die Expertenkommission:

Demnach beliefen sich die Ausgaben im Wärmesektor auf über 53 Mrd. Euro, im Verkehrssektor auf rund 79 Mrd. Euro. Die Ausgaben für Strom, die die Expertenkommission auf rund 69 Mrd. Euro geschätzt hatte, wurden nicht neu berechnet.
 

Angelika Nikionok-Ehrlich
Redakteurin
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Montag, 02.07.2018, 12:03 Uhr

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