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Enerige & Management > Wärmenetz - BEE plädiert für bessere Biomasseförderung
Bild: Stefan Sagmeister
WÄRMENETZ:
BEE plädiert für bessere Biomasseförderung
Der Bundesverband Erneuerbare Energie fordert, die Biomasse für Wärmenetze besser zu fördern. Dafür müsse das neue Förderprogramm für Wärmenetze (BEW) dringend nachjustiert werden.
 
Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) fordert, die Förderung von Biomasse in Wärmenetzen im angekündigten Förderprogramm „Bundesförderung effiziente Wärmenetze“ (BEW) dringend nachzubessern, teilte der Verband am 29. Juni mit.

„Die Regierungsfraktionen haben im Kohleausstiegsgesetz beschlossen, dass auch Biomasse im BEW angemessen gefördert werden soll. Viele Projekte können jedoch die hohen Anforderungen für neue und bestehende Wärmenetze gar nicht erfüllen, das betrifft beispielsweise die Holz- und Biogaskessel“, kritisiert BEE-Präsidentin Simone Peter.

Es sei unter anderem darauf zu achten, dass die gut etablierten ländlichen Nahwärmenetze nicht durch die Hintertür benachteiligt würden. „Wir brauchen im Neubau von Wärmenetzen weiter eine starke Einbeziehung der Biomasse, die es möglich macht, bereits bestehende Biogasanlagen an diese Netze anzuschließen beziehungsweise sie in diese zu integrieren“, so Peter weiter.

Handlungsbedarf sieht der BEE auch bei der Betriebskostenförderung für Wärme aus Biomasse. „Die Kosten für die Nutzung von Biogas und konventioneller Heiztechnik unterscheiden sich vorrangig in den Betriebskosten. Um die Nutzung zu unterstützen, müssen entsprechende Fördervorhaben auch für die Betriebskosten von Biomasse gelten“, teilte Peter mit.

Es sei an der Zeit, die Dekarbonisierung des Wärmesektors zu beschleunigen. Hier spiele neben der Solar- und Geothermie auch die Bioenergie eine wichtige Rolle. Deswegen seien die Potenziale der nachhaltig erzeugten Biomasse in der angekündigten Richtlinie für das Förderprogramm „Bundesförderung effiziente Wärmenetze“ (BEW) zu berücksichtigen.
 

Heidi Roider
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Dienstag, 29.06.2021, 10:42 Uhr

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