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Bild: Nmedia, Fotolia
IT:
5G für energetische Anwendungen
Die TU Dresden, die RWTH Aachen sowie Ericsson und die Deutsche Telekom haben den offiziellen Startschuss für das Mobilfunk-Projekt „National 5G Energy Hub“ gegeben.
 
Mit der zunehmenden Dezentralisierung der Energiewirtschaft steigen auch die Anforderungen an die Datenübertragung in intelligenten Netzen. Künftig soll die Mobilfunk-Technologie 5G dazu beitragen, die Kommunikation im gesamten Energiesystem auf eine neue Ebene zu heben. Es geht beispielsweise darum, Lasten regional zu flexibilisieren, Erzeugungs- und Speichersysteme zu steuern sowie Anlagen zu überwachen und neue datenbasierte Instandhaltungskonzepte umzusetzen – und dies in Echtzeit und verstärkt in Form einer Maschine-zu-Maschine-Kommunikation.

Öffentliche Einrichtungen und Unternehmen sollen den Projektpartnern zufolge in die Lage versetzt werden, nach der geplanten Einführung des 5G-Standards im Jahr 2020, neue Produkte und Services anzubieten.

Bis 2020 läuft auch die erste Projektphase, in der Softwarebausteine für den Einsatz der 5G-Technik in der Energiewirtschaft entwickelt werden sollen und für die die beiden Hochschulen und die Industrievertreter nun einen Kooperationsvertrag unterzeichnet haben. Zunächst soll der Fokus auf der Gebäudeenergietechnik liegen.

In den darauf folgenden Jahren bis 2024 steht die Entwicklung von Produkten und Serviceleistungen auf der Grundlage der neuen Mobilfunktechnologie, die laut einer Mitteilung der am Projekt beteiligten Unternehmen eine Schlüsselkomponente für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende in Deutschland sein wird. „Die Einführung des 5G-Mobilfunkstandards wird in der nächsten Dekade viele der heute kabelgebundenen und starren Übertragungs- und Kommunikationswege zwischen wenigen zentralen Anlagen durch eine funkbasierte und offene Kommunikationsplattform ersetzen“, so ihre Prognose.

In einer „Feldphase“ zwischen 2025 und 2028 sollen „weiterführende Anwendungen bearbeitet werden, mit denen die Aufgaben der Energiewende gelöst werden können“.

Neben den beiden Telekommunikatonsunternehmen Deutsche Telekom und Ericsson sind auch Eon und der Abrechnungsdienstleister Techem assoziierte Partner des Projekts.
 

Fritz Wilhelm
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Montag, 23.07.2018, 13:20 Uhr

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