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Enerige & Management > KWK - Stadtwerke Lemgo installieren iKWK-Projekt
Abriss des alten Kamins der Gasturbinen. An die Stelle tritt eine iKWK-Anlage, Bild: Stadtwerke Lemgo
KWK:
Stadtwerke Lemgo installieren iKWK-Projekt
Die Stadtwerke Lemgo errichten in den nächsten Monaten eine weitere innovative KWK-Anlage. Zuvor hatten sie dafür einen Zuschlag bei der iKWK-Ausschreibung erhalten.
 
Auf dem Stadtwerkegelände am Bruchweg in der Hansestadt Lemgo (Nordrhein-Westfalen) werden zwei neue Blockheizkraftwerke installiert, teilte der Versorger am 11. März mit. Die iKWK-Anlage wird außerdem ergänzt durch eine Solarthermieanlage und eine Flusswasserwärmepumpe für die Wärmeproduktion. „Das geförderte iKWK-Projekt verlangt, dass ein Drittel der in diesen Anlagen produzierten Energie erneuerbar erzeugt werden muss“, erklärt Stadtwerkegeschäftsführer Arnd Oberscheven. Diese Aufgabe übernehmen die Solarthermieanlage und die Großwärmepumpe. „6.000 Megawattstunden erneuerbare Wärme können beide Anlagen jährlich erzeugen, dadurch sparen wir 1.500 Tonnen CO2 pro Jahr ein“, so Oberscheven.

Die Wärmepumpe, die neben dem Blockheizkraftwerk des Freizeitbades Eau-Le an der Regenstorstraße installiert wird, nutzt in den Monaten März bis November das Wasser des Flusses Bega als Wärmequelle für die Fernwärmeproduktion. Und die neuen BHKW sollen – im Vergleich zur alten Gasturbine, die sie ersetzen – die CO2-Emissionen bei ihrer Strom- und Fernwärmeproduktion halbieren. Im Jahr 2022 sollen alle neuen, klimaschonenden Erzeugungsanlagen gemeinsam in Betrieb gehen.

Bereits im vergangenen Sommer wurde zum Abschluss der Deinstallation der Schornstein der alten Gasturbine auf dem Kesselgebäude am Bruchweg abgebaut. 40 Jahre lang bildete die Gasturbine das Rückgrat der Wärmeversorgung in Lemgo.

Investitionen in Höhe von 13 Mio. Euro

Insgesamt investieren die Stadtwerke Lemgo 11 Mio. Euro in das Projekt, teilte der Versorger weiter mit. Hinzu kommen noch 2 Mio. Euro für den Ausbau und die Verdichtung des Fernwärmenetzes. „Einen Gewinn werden wir durch die hohen Investitionen in das iKWK-System und unsere Netze 2021 voraussichtlich nicht erzielen“, so Oberscheven. Doch es sei gut und richtig, auch in diesen Zeiten zu investieren, um den Klimaschutz zu forcieren und die Versorgung zu sichern.

Im Juni 2018 fand zum ersten Mal eine Ausschreibung für iKWK-Systeme statt. Bei einem solchen System muss eine flexible KWK-Anlage mit erneuerbarer Wärme beispielsweise aus Solarthermie oder mit einer Wärmepumpe kombiniert werden. Zugleich besteht der Gesetzgeber darauf, das System in ein Wärmenetz einzubetten. Durch die Förderung der iKWK soll der KWK Zukunftsperspektiven eröffnet und die Nutzung erneuerbarer Energien in Wärmenetzen vorangetrieben werden.
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
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Freitag, 12.03.2021, 14:34 Uhr

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