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Bild: Fotolia.com, fefufoto
WÄRMENETZ:
Sigmaringen baut energieautarkes Wohnviertel
Die Stadtwerke Sigmaringen errichten gemeinsam mit Partnern ein energieautarkes Quartier mit einem virtuellen Kraftwerk.
 
Das Projekt entsteht nach Angaben der Stadtwerke auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne, das neu bebaut wird. Die Energie, die in dem Quartier verbraucht wird, soll zu 75 % direkt vor Ort mit überwiegend regenerativen Energieträgern erzeugt werden.
 
Für die Strom- und Wärmeproduktion setzt man auf dem Gelände Holzhackschnitzel, Solarthermie-Anlagen, Photovoltaik-Module und Blockheizkraftwerke ein. Die dezentral auf dem Gelände verteilten Kleinkraftwerke mit einer gemeinsamen Leistung von rund 2,5 MW werden zu einem virtuellen Kraftwerk zusammengeschaltet. Die Stadtwerke wollen es je nach dem aktuellen Verbraucherverhalten, den Tages- und Jahreszeiten sowie dem Wetter steuern.
 
Durch die regenerative Energieerzeugung in dem sogenannten „EQSIG“ sollen jährlich rund 3 300 Tonnen CO2 eingespart werden. Zunächst wird jetzt die grundlegende Infrastruktur geschaffen. In den kommenden drei Jahren wollen die Stadtwerke Sigmaringen dann 7,4 Mio. Euro in das virtuelle Kraftwerke investieren.
 
Der weitere Ausbau soll sich dann kontinuierlich an die Nutzung der Konversionsflächen anpassen. Gemeinsam mit der Hochschule Albstadt-Sigmaringen und der Energieagentur Sigmaringen will man so ein „Reallabor der Energiewende“ schaffen, das als Modell für die zukünftige Stadt- und Energieplanung stehen soll.
 
Gefördert wird das Projekt vom Bundesumweltministerium, der Nationalen Klimaschutzinitiative und dem Projektträger Jülich (PTJ). Insgesamt beträgt die Fördersumme 5,3 Mio. Euro oder 80 % der Investitionssumme.
 

Armin Müller
Redakteur
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Freitag, 29.06.2018, 13:46 Uhr

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