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Bild: Fotolia.com, XtravaganT
KWK:
Flensburg ersetzt Kohlekessel
Die Stadtwerke Flensburg bauen eine erdgasbetriebene KWK-Anlage, mit der sie zwei Kohlekessel ersetzen.
 
Den Neubau hat die Ratsversammlung der Stadt Flensburg in einer außerordentlichen Sitzung am 8. November genehmigt. Durch die KWK-Anlage sollen jährlich bis zu 120 000 t CO2 eingespart werden.
 
Das BHKW heißt „Kessel 13“ und soll im Jahr 2022 in Betrieb gehen. Die Kohlekessel, deren Wärmeproduktion dadurch ersetzt wird, dürften die Stadtwerke nach eigenen Angaben aus technischer Sicht noch bis zu zehn Jahre weiter betreiben; sie werden aber kurz nach der Inbetriebnahme von Kessel 13 vorzeitig stillgelegt.
 
Der Flensburger Energieversorger investiert in das neue BHKW rund 70 Mio. Euro. Zusammen mit den fast 130 Mio. Euro, die das Projekt Kessel 12 gekostet hat, den 100 Mio. Euro, die in den Glasfaserausbau gesteckt werden, und den jährlichen Investitionen in Effizienz und Kostenoptimierung der Netze, geben die Stadtwerke mehr als 300 Mio. Euro für Umwelt und Zukunftsentwicklung aus.
 
Mit einer Fernwärmeleistung von 70 MW soll das neue Kraftwerk einen Wirkungsgrad von über 90 % erreichen – rund 10 % mehr als die alten Kohlekessel. Nach der Inbetriebnahme können die Stadtwerke mit ihren beiden erdgasbetriebenen Anlagen die Flensburger Energieversorgung mit bis zu 80 % aus Erdgas abdecken.
 
 

Armin Müller
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Montag, 12.11.2018, 16:24 Uhr

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