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Bild: Fotolia.com, XtravaganT
KWK:
BDEW fordert mutige Weiterentwicklung des KWKG
Die KWK-Umlage wird im nächsten Jahr sinken. Die Zahlen haben die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) am 25. Oktober veröffentlicht.
 
Nach Angaben der ÜNB wird die Umlage, mit der die Kosten aus der Förderung von KWK-Anlagen gedeckt werden, im nächsten Jahr 0,280 Ct/kWh betragen. In diesem Jahr waren noch 0,345 Ct/kWh fällig, die höchste Umlage zahlten die Verbraucher 2016 mit 0,445 Ct/kWh.
 
Der BDEW nimmt die Bekanntgabe zum Anlass, auf die auch künftig große Bedeutung der Kraft-Wärme-Kopplung zu verweisen: „Mit 0,28 Cent/kWh liegt die KWK-Umlage 2019 auf einem sehr niedrigen Niveau. Das eröffnet Spielräume für eine mutige und schnelle Weiterentwicklung des KWKG“, kommentiert Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung.
 
Die Kombination aus flexiblen KWK-Anlagen, Wärmenetzen und Wärmespeichern sei ein wichtiger Bestandteil für die Realisierung der Wärmewende in städtischen Regionen. Gerade in den Ballungsgebieten sei es besonders schwierig, den Anteil der Wärme aus erneuerbaren Energien wie Biomasse oder Solarthermie im Gebäudebestand zu erhöhen, weil schlicht der Platz für die Anlagen fehle. Mit Wärmenetzen lasse sich aber CO2-arme Wärme aus verschiedenen Quellen wie Abwärme, Geothermie oder Kraft-Wärme-Kopplung innerstädtisch nutzen.
 
Bereits heute würden durch KWK-Anlagen CO2-Emissionen in Höhe von 58 Mio. Tonnen pro Jahr eingespart. Mit dem Ersatz von Kohle- durch Erdgas-KWK-Anlagen könnte laut BDEW in den nächsten Jahren nochmals eine zusätzliche jährliche CO2-Reduktion von bis zu 12 Mio. Tonnen dazukommen.
 
„Für die dafür notwendigen Investitionen in Millionenhöhe brauchen die Unternehmen dringend die Gewissheit, dass das KWKG bis zum Jahr 2030 verlängert und der Kohleersatzbonus im Gesetz erhöht wird“, so Kapferer.
 

Armin Müller
Redakteur
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Donnerstag, 25.10.2018, 16:36 Uhr

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