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Enerige & Management > Marktkommentar - Kaum Bewegung bei Strom und Gas, CO2 etwas schwächer
Bild: E&M
MARKTKOMMENTAR:
Kaum Bewegung bei Strom und Gas, CO2 etwas schwächer
Wir geben Ihnen einen tagesaktuellen Überblick über die Preisentwicklungen am Strom-, CO2- und Gasmarkt.
 
STROM: Wenig verändert hat sich am Freitag der deutsche OTC-Strommarkt gezeigt. Der Montag wurde am Freitag im Base mit 77,50 Euro je Megawattstunde gesehen. Am Donnerstag waren für den Freitag selbst 75,25 Euro bezahlt worden. Für den Peak war bis zum Nachmittag kein Handel zustande gekommen. Am Montag soll sich die Erneuerbaren-Einspeisung in ähnlich moderatem Umfang wie am Freitag zeigen. Insgesamt sei für die neue Woche mit recht wenig Wind, dafür aber viel Solareinspeisung und etwas niedrigeren Temperaturen als in der Vorwoche zu rechnen, fasste ein Händler die Wetteraussichten zusammen. Erst gegen Ende der neuen Woche dürfte es laut dem US-Wettermodell bedeckt und regnerisch werden.
Am langen Ende des Strommarkts präsentierte sich das Cal 22 am Nachmittag mit einem Abschlag von 0,10 auf 66,05 Euro, nachdem es im frühen Geschäft im Tandem mit zunächst steigenden Preisen für Emissionszertifikate bis auf 66,80 Euro, dem Hoch von Ende Mai, geklettert war.
CO2: Schwächer hat sich am Freitagnachmittag der Emissionsmarkt gezeigt. Der Dec-21-Kontrakt fiel bis 15.00 Uhr um 0,87 auf 52,91 Euro je Tonne. Das Hoch lag bei 53,85 Euro, das Tief bei 52,64 Euro. Umgesetzt wurde bis zu diesem Zeitpunkt ein Volumen von 17,33 Mio. Zertifikaten. Am Vormittag waren 2,651 Mio. Zertifikate zum Preis von 53,12 Euro je Tonne zugeschlagen worden. Die Cover Ratio betrug 1,61. Der Markt hatte unter Vortagesschluss eröffnet, sich jedoch bis gegen 10 Uhr auf positives Terrain vorgearbeitet. Danach allerdings ging es in mehreren Schritten abwärts.
ERDGAS: Zumeist etwas fester haben sich am Freitag auch die nordwesteuropäischen Gasmärkte gezeigt. Am niederländischen TTF, dem kontinentaleuropäischen Leitmarkt, gewann der Day-ahead bis 15 Uhr 0,10 auf 28,20 Euro je Megawattstunde. Der Frontmonat Juli kletterte 0,13 auf 27,70 Euro. Das Cal 22 zog um 0,43 auf 22,33 Euro an. Am deutschen NCG allerdings gab der Juli 0,23 auf 28,20 Euro ab. Die Wintersaison 21/22 fiel um 0,86 auf 27,97 Euro. Die Versorgung Europas mit LNG werde in den kommenden 15 Tagen schwach bleiben, hieß es von Marktbeobachtern zur Begründung der insgesamt etwas festeren Tendenz. Die Meldungen über die Fortschritte bei der Fertigstellung der Nord-Stream-2-Pipeline könnten indessen Druck auf die Kurve ausüben. 
 

Claus-Detlef Großmann
© 2021 Energie & Management GmbH
Freitag, 11.06.2021, 16:48 Uhr

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