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Enerige & Management > Elektrofahrzeuge - VW baut sechs Fabriken für die Batteriezellfertigung
Bild: ADS-TEC energy GmbH, TEAG Thüringer Energie AG
ELEKTROFAHRZEUGE:
VW baut sechs Fabriken für die Batteriezellfertigung
Volkswagen will sich bei der Batteriezellenproduktion unabhängig machen und dazu bis 2030 in Europa sechs Gigafabriken mit insgesamt 240 Mio. kWh Fertigungskapazität aufbauen.
 
Die Pläne für eine umfassende Unabhängigkeit von Zulieferern bei Batteriezellen geht aus einer Roadmap hervor, die der VW-Konzern am 15. März vorgestellt hat. „E-Mobilität ist zu unserem Kerngeschäft geworden. Nun integrieren wir systematisch weitere Stufen in der Wertschöpfungskette“, so Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender des Konzerns.

Um den steigenden Bedarf an Batteriezellen für E-Autos abzudecken, treibt der Konzern den Aufbau von Produktionskapazitäten in Europa mit voller Kraft voran. „Bis 2030 wollen wir gemeinsam mit Partnern insgesamt sechs Zellfabriken in Europa in Betrieb nehmen und so Versorgungssicherheit garantieren”, erklärt Thomas Schmall, Vorstand für den Geschäftsbereich Technik. Die ersten beiden Fabriken entstehen im schwedischen Skelleftea und in Salzgitter in Deutschland.

Aufgrund des höheren Bedarfs hat Volkswagen entschieden, die Zellproduktion neu aufzustellen. Die Produktion von "Premium"-Zellen wird in Zusammenarbeit mit dem Partner Northvolt in Skelleftea konzentriert. Die Produktion dieser Zellen soll 2023 starten und schrittweise auf bis zu 40 Mio. kWh Jahreskapazität ausgebaut werden.

Einheits-Zellen sollen große Kostenvorteile bringen

Die von Volkswagen betriebene Gigafabrik in Salzgitter wird ab 2025 eine "Einheits"-Zelle für das Volumensegment produzieren. Auch Salzgitter wird perspektivisch bis zu 40 Mio. kWh pro Jahr fertigen. Beide Gigafabriken sollen zudem mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Für die weiteren Fabriken werden derzeit mögliche Standorte und Partner geprüft.

Vor allem die neue Einheits-Zelle soll erhebliche Kostenvorteile bringen. Sie wird ab 2023 eingeführt und im Jahr 2030 markenübergreifend in bis zu 80 % aller E-Fahrzeuge des Konzerns verbaut werden. Volkswagen will die Kosten für Batterien im Einstiegssegment schrittweise um bis zu 50 % und im Volumensegment um bis zu 30 % reduzieren. „Im Durchschnitt werden wir damit die Kosten für Batteriesysteme auf deutlich unter 100 Euro pro Kilowattstunde senken“, so Thomas Schmall.

Ausbau des globalen Schnellladenetzes durch Partnerschaften

Seine Batterie-Offensive flankiert Volkswagen mit einem massiven Ausbau des Schnellladenetzes. Bis 2025 will das Unternehmen im Verbund mit Partnern rund 18.000 öffentliche Schnellladepunkte in Europa betreiben. Das entspricht einer Verfünffachung des Schnellladenetzes gegenüber heute und rund einem Drittel des für 2025 prognostizierten Gesamtbedarfs auf dem Kontinent.

Dazu werden neben dem Jointventure Ionity, an dem VW beteiligt ist, auch eine Reihe von strategischen Partnerschaften beitragen. Gemeinsam mit BP will Volkswagen europaweit rund 8.000 Schnellladepunkte aufbauen. Die Schnelllader mit 150 kW Ladeleistung werden an insgesamt 4.000 Tankstellen von BP und Aral entstehen, ein Großteil davon in Deutschland und Großbritannien. Für das Gesamtprogramm in Europa wird Volkswagen bis 2025 circa 400 Millionen Euro aufwenden. 

 

Peter Koller
Redakteur
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Montag, 15.03.2021, 16:20 Uhr

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