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Bild: Jonas Rosenberger / E&M
ELEKTROMOBILITÄT:
Verbände fordern einfachere Ladenetz-Nutzung
Die Nutzung der Ladeinfrastruktur für E-Autos muss unkomplizierter werden, fordern vier Verbände. Ohne das bekämen Verbraucher keine Lust, auf batterieelektrische Pkw umzusteigen.
 
Ohne dass sich die öffentliche Ladeinfrastruktur unkompliziert und transparent nutzen lässt, wird die breite Masse an Verbrauchern keine Lust auf den Umstieg auf Elektroautos verspüren. Das erklären die Bundesverbände Verbraucherzentrale (VZBV), Carsharing (BCS), Solare Mobilität (BSM) und die Interessengemeinschaft Elektromobilität Berlin-Brandenburg in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Eine moderne und zukunftsfähige Ladeinfrastruktur zeichne sich durch „nachvollziehbare Tarife und unkomplizierte Zugangsmöglichkeiten“ aus. Aus diesem Grund fordern die Verbände faire Preise, unkompliziertes Laden und verlässliche Informationen.

Transparenz herstellen

Die Verbände plädieren für Preismodelle auf Basis von Kilowattstunden. Nur so könne der Verbraucher die Preise einzelner Anbieter miteinander vergleichen. Auch müsste größtmögliche Transparenz hergestellt werden. Nutzer müssten bereits vor dem Laden alle Informationen erhalten, um die Kosten abschätzen zu können. Zugleich dürften Roaming-Gebühren das Laden nicht unverhältnismäßig verteuern.

Die Vielzahl an Zahlungssystemen müsse vereinheitlicht werden, so die Verbände: „Statt des heutigen Dschungels an proprietären Systemen mit verschiedensten Zugangsvoraussetzungen ist ein einheitliches Modell einzuführen, das die Authentifizierung mittels eines einzelnen Zugangsmediums ermöglicht und alle Anbieter einschließt.“ Außerdem sollte spontanes Laden, also ohne festen Vertrag mit dem Anbieter, an allen Ladesäulen möglich sein.

Die Verbände erklären zudem, dass es einer bundesweit einheitlichen und „leicht verständlichen“ Kennzeichnung bedürfe, um Stellplätze an Ladesäulen zu markieren. Nur durch eine eindeutige Beschilderung könne Falschparkern etwas entgegengesetzt werden.

Weitere Punkte sind die zeitnahe Reparatur von defekten Ladesäulen, zu der Betreiber von mit Steuergeldern geförderten Ladesäulen verpflichtet werden sollten sowie die Gewährleistung datenschutzrechtlicher Aspekte.

Letztendlich sollte es nach Ansicht der Verbände auch eine zentrale Stelle des Bundes geben, bei der alle Informationen über die Standorte und Eigenschaften öffentlicher Ladesäulen gesammelt werden. Diese Informationen müssten zudem der Öffentlichkeit leicht zugänglich gemacht werden. Die dafür notwendigen Meldevorgänge sollten einfach und unbürokratisch möglich sein.

Die Forderungen sind die Ergebnisse dreier Runder Tische, welche die Verbände abgehalten haben. Das Positionspapier „Einfach laden – einfach fahren“   finden Sie auf der Webseite des VZBV.
 

Jonas Rosenberger
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Dienstag, 06.11.2018, 14:10 Uhr

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