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Enerige & Management > Stadtwerke - Rekordausgaben flankieren Müllners zweite Amtszeit in Augsburg
Bild: Jonas Rosenberger / E&M
STADTWERKE:
Rekordausgaben flankieren Müllners zweite Amtszeit in Augsburg
Mit unveränderter Führungsspitze setzen die Stadtwerke Augsburg ihre Investitionsoffensive fort. Im laufenden Jahr gibt der Versorger in Bayerisch-Schwaben etwa 150 Mio. Euro aus.
 
Karriere in Augsburg dank eines Volksentscheids: Weil die Mehrheit der Bevölkerung im Jahr 2015 das Zusammengehen der Stadtwerke Augsburg (SWA) mit Erdgas Schwaben verhinderte, wurde Alfred Müllners Weg an die Spitze des örtlichen Versorgers erst frei. Jetzt, im August 2021, hat seine zweite Amtsperiode begonnen.

 
Geht in seine zweite Amtsperiode bei den Stadtwerken Augsburg: Alfred Müllner.
Quelle: Stadt Augsburg/Felix Kästle

Wäre die Fusion Wirklichkeit geworden, hätte Müllners Vorgänger Klaus-Peter Dietmayer vermutlich noch heute den Geschäftsführerposten inne. Weil der Volksentscheid aber nicht zum damals gewünschten Ergebnis führte, gab der Manager von Erdgas Schwaben wie für den Fall vorgesehen seinen Zusatzjob wieder auf. Gut ein Jahr später, im August 2016, wechselte dann der Überlinger Stadtwerke-Chef Müllner an seinen neuen Aufgabenbereich, zu dem die Verantwortung für die Sparten Energie und Trinkwasser gehören. Die Verlängerung des Arbeitspapiers um weitere fünf Jahre war für den Aufsichtsrat des kommunalen Unternehmens zum Jahreswechsel 2020/21 reine Formsache.

Gemeinsam mit Co-Geschäftsführer Walter Casazza verantwortet Müllner aktuell das ausgabenstärkste Geschäftsjahr der SWA. Mit 150 Mio. Euro investiere sein Unternehmen „so viel wie noch nie zuvor“, sagte Müllner jüngst dem regionalen Branchenmedium B4B Wirtschaftsleben Schwaben. Das Geld wandert in diverse Geschäftsbereiche wie Energie, Trinkwasser, Mobilität, Telekommunikation und auch in das historische Gaswerk. Das Industriedenkmal hat sich unter der Führung der SWA seit 2017 zum Kultur- und Kreativquartier gewandelt, in dessen „Ofenhaus“ auch die Brechtbühne des Staatstheaters Augsburg als Mieterin seit 2019 eine Spielstätte unterhält.

Auch in die Energie-Infrastruktur der Stadt stecken die SWA Geld. Bis 2023 lässt der Versorger sich den Ausbau des Fernwärmenetzes etwa zehn Mio. Euro kosten. Das bislang 170 Kilometer lange Leitungsnetz wächst dadurch um 2,5 km. Die sogenannte „Nordspange“ schließt ab 2022 Neubaugebiete im Stadtteil Oberhausen an. Die nötige Energie ist teils klimaneutral, sofern sie durch das Verbrennen von Holzresten entsteht. Schonender als die Energieträger Öl und Erdgas ist die Fernwärme aus den Augsburger Gaskraftwerken in Kraft-Wärme-Kopplung oder als Abwärme aus einer Abfallverwertungsanlage.
 

Volker Stephan
© 2021 Energie & Management GmbH
Dienstag, 24.08.2021, 15:00 Uhr

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