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Bild: Fotolia.com, Nicole Effinger
UN-KLIMAGIPFEL:
Partnerschaftliche Hilfe für Klimaschutz
Deutschland hat eine globale Partnerschaft zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens auf den Weg gebracht und erhöht seine Mittel für den Klimaanpassungs-Fonds.
 
„Die nationalen Klimabeiträge sind das Herzstück des Pariser Abkommens. Nur wenn wir die Entwicklungsländer dabei unterstützen, diese konsequent umzusetzen, werden sie bereit sein, ihre Ambition schrittweise zu erhöhen“, sagt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Das sei die Voraussetzung dafür, dass die vereinbarten Ziele zur Begrenzung der Erderwärmung – „deutlich unter 2 Grad Erhöhung zu bleiben und 1,5 Grad im Blick zu halten“ eingehalten werden könnten.

Folgerichtig wurde auf Initiative von Deutschland, Marokko und dem World Ressource Institute in Marrakesch eine globale „Klima-Partnerschaft“ gegründet, die insbesondere Entwicklungsländer bei der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens unterstützen soll. Mehr als 40 Industrieländer, Entwicklungsländer und internationale Organisationen traten der Partnerschaft sofort bei. Insbesondere geht es dabei darum, durch Vernetzung und Koordinierung den Zugang zu Finanzierung und technischer Unterstützung für Entwicklungsländer verbessern.

„Jede Zeitverzögerung bei der Umsetzung des Pariser Klimaabkommens treibt die Kosten in die Höhe. Darum müssen wir jetzt handeln und auch Entwicklungs- und Schwellenländer bei ihren Klimaplänen unterstützen“, betont Bundesentwicklungsminister Gerd Müller. Die Bundesregierung will einen Großteil ihrer Klimafinanzierung, wofür 2015 allein 2,7 Mrd. Euro aus dem Bundeshaushalt bereit gestellt wurden, an der Partnerschaft ausrichten. Unterstützt werden daraus Maßnahmen wie zum Beispiel die Errichtung des weltweit größten und modernsten Solarkraftwerkes im marokkanischen Ouarzazate, Wald- und Artenschutz in Kolumbien wie auch Küstenschutzmaßnahmen in Vietnam.

Die Bundesregierung finanziert den Aufbau des Sekretariats der Partnerschaft sowie gezielte Beratungsleistungen zur Umsetzung nationaler Klimapläne. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit stellt für diese Leistungen rund 25 Mio. Euro zur Verfügung, weitere 3 Mio. Euro dienen dem Aufbau des Sekretariats der Partnerschaft. Das Bundesumweltministerium unterstützt im Rahmen der internationalen Klimaschutzinitiative mit 32 Mio. Euro insbesondere Projekte zur Erarbeitung klimaschutzfördernder Rahmenbedingungen, zur Klima-Berichterstattung und Ambitionssteigerung der nationalen Klimapläne.

Deutschland zahlt weitere 50 Mio. Euro in den Anpassungsfonds

Deutschland stockt seinen Beitrag für den internationalen Klimaanpassungs-Fonds um zusätzlich 50 Mio. Euro auf. Bisher hat Deutschland 140 Mio. Euro in den Anpassungsfonds eingezahlt und ist damit laut den Angaben größter Geber des Fonds. Finanziert werden daraus unter anderem Maßnahmen zum Hochwasserschutz oder die Umstellung auf neue Anbau- und Bewässerungsmethoden in der Landwirtschaft, die dem Klimawandel Stand halten.

Bislang wurden durch den Anpassungsfonds 54 Projekte mit einem Fördervolumen von 354 Mio. US-Dollar (gut 380 Mio. Euro) auf den Weg gebracht. Weitere Projekte mit einem Fördervolumen von etwa 220 Mio. US-Dollar (über 236 Mio. Euro) sind in Vorbereitung. Der Fonds wird durch Einnahmen aus dem internationalen Emissionshandel gespeist. Die niedrigen Preise für Emissionsgutschriften aus UN-Klimaschutzprojekten des Clean Development Mechanism haben jedoch zu einer Unterfinanzierung geführt.
 

Angelika Nikionok-Ehrlich
Redakteurin
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Donnerstag, 17.11.2016, 15:59 Uhr

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