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Bild: Fotolia.com, Jürgen Fälchle
REGENERATIVE:
Greenpeace Energy bezieht Windgas aus Mainz
Der Ökoenergieversorger Greenpeace Energy hat einen dritten Wasserstoff-Lieferanten unter Vertrag genommen und erhöht damit den Ökoanteil seines Gasprodukts deutlich.
 
Greenpeace Energy verbessert das Ökoenergieangebot für den Wärmemarkt. Die Hamburger Energie-Genossenschaft beliefert derzeit etwa 15 000 Kunden mit dem Ökoprodukt Prowindgas, einer teilweise erneuerbaren Alternative zu rein fossilem Erdgas zum Heizen, Kochen und zur Warmwasserbereitung. Prowindgas besteht aus Erdgas und einem geringen Anteil regenerativ, vor allem aus Windstrom erzeugtem Wasserstoff.

Dieser Anteil soll nun von 0,49 % auf rund 1 % gesteigert werden. Dafür hat der Versorger einen weiteren Wasserstoffproduzenten unter Vertrag genommen. Die Mainzer Stadtwerke sollen Greenpeace Energy in diesem Jahr mit 500 000 kWh erneuerbarem Wasserstoff beliefern. Das kommunale Unternehmen erzeugt die Ökoenergie in einer gemeinsam mit den Industriepartnern Siemens und Linde sowie der Hochschule Rhein-Main in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt betriebenen Power-to-Gas-Anlage.

Bislang beziehen die Energie-Genossen Wasserstoff für ihr Prowindgas aus zwei Power-to-Gas-Anlagen in Prenzlau und in Haßfurt. Im nordbrandenburgischen Prenzlau verarbeitet Enertrag Windstrom zu regenerativem Gas. Im nordbayerischen Haßfurt produzieren die lokalen Stadtwerke und Greenpeace Energy das Windgas für den Wärmemarkt seit Oktober 2016 in einer gemeinsam betriebenen Power-to-Gas-Anlage mit PEM-Elektrolyseuren (Typ Silyzer 200) von Siemens.

Für dieses Jahr rechnet Greenpeace Energy mit einer Produktion von 1 Mio. kWh Wasserstoff in Haßfurt. Mit dieser Menge und den vorgesehenen Lieferungen aus Mainz wollen die Genossen die Windgas-Beimischung von knapp 1 Mio. kWh im Jahr 2016 auf rund 2,6 Mio. kWh auf mehr als das Doppelte steigern. „Damit verhelfen wir dieser für eine erfolgreiche Energiewende unverzichtbaren Technologie Schritt für Schritt zum Durchbruch“, teilte der Ökoenergieversorger am 20. Januar mit.

Auch die Zahl der Verbraucherinnen und Verbraucher, die Prowindgas nutzen, wächst – allein im Jahr 2016 um 20 %, so Greenpeace Energy.
 

Peter Focht
Redakteur
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Freitag, 20.01.2017, 17:13 Uhr

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