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Bild: EEX
BÖRSE:
Börsengruppe EEX blickt auf Rekordjahr zurück
Die European Energy Exchange (EEX) hat im vergangenen Jahr ihr Wachstum fortsetzen und die Handelsvolumina steigern können.
 
Neue Produktentwicklungen in den Kernbereichen Stromhandel, Gasmarkt und Emissionshandel sowie Akquisitionen haben die EEX-Gruppe 2016 erneut wachsen lassen. An den Termin- und Spotmärkten für Strom wurden 2016 an der EEX, der Epex Spot sowie den osteuropäischen Strombörsen SEEPEX in Serbien und an der Prager Power Exchange Central Europe (PXE) rund 4,46 Mrd. MWh Strom gehandelt. Damit ist das Handelsvolumen verglichen mit 2015 um 46 % angestiegen, teilte die EEX am 11. Januar mit. Vom Gesamtvolumen entfielen 3,92 Mrd. MWh auf den Terminhandel, dessen Umsatz damit um 55 % gegenüber 2015 anstieg. Weitere 535,3 Mio. MWh wurden über den Spothandel umgesetzt, wovon 473,7 Mio. MWh auf den Day-Ahead-Handel und 61,6 Mio. MWh auf den Intraday-Markt der Epex Spot entfielen. Mit einem Handelsumsatz von 2,67 Mrd. MWh blieb Deutschland der wichtigste Markt für die EEX. Es folgen Frankreich (453,7 Mio. MWh), Italien (480,9 Mio. MWh) vor Spanien (71,7 Mio. MWh) und den Niederlanden mit 5,7 Mio. MWh.

Im Gashandel konnte die EEX-Gruppe 2016 etwa 1,76 Mrd. MWh umsetzen, dies waren 69 % mehr als 2015. Der Spotmarkt hatte dabei einen Marktanteil von 665,9 Mio. MWh, weitere 1,09 Mrd. MWh Gas wurden über die Terminmärkte gehandelt. Die EEX hatte im zweiten Halbjahr das Handelsangebot der paneuropäischen Handelsplattform Pegas um die Produkte des österreichischen Central European Gas Hub (CEGH) und der dänischen Gaspoint Nordic erweitert.

Im CO2-Markt verbuchte die EEX 2016 einen Handelsumsatz von 949,9 Mio. t CO2, damit legte der Emissionshandel an der Leipziger Börse gegenüber dem Jahr 2015 um 40 % zu. Im Zertifikatehandel waren 640,1 Mio. t über 195 Primärmarktauktionen für EU-Emissionsberechtigungen (EUA) und EU-Luftverkehrsberechtigungen (EUAA) abgegeben worden. Weitere 309,5 Mio. Emissionsrechte waren über den Sekundärmarkt gehandelt worden, womit das Handelsvolumen in diesem Marktsegment fast verdreifacht werden konnte. Seit 2016 bietet die EEX nun auch Optionen auf EUA an und hat mit Fälligkeiten über 2020 hinaus ihr Produktangebot auf die vierte Phase des EU-Emissionshandels ausgeweitet. Zudem wurde die EEX von der EU-Kommission für bis zu fünf weitere Jahre als offizielle Auktionsplattform für die Primärmarktversteigerungen bestätigt.

Beim Handel mit Agrarprodukten konnte die EEX im zweiten Jahr dieses Geschäftsfeldes insgesamt 55 838 Kontrakte umsetzen, 2015 lag das Gesamtvolumen in diesem Bereich bei 36 564 Kontrakten. Über die Tochtergesellschaft Cleartrade Exchange ist die EEX auch im Bereich Global Commodities aktiv und verzeichnete hier beim Eisenerz (+55 %) und bei Schiffsdiesel (+37 %) deutliche Zuwächse im Handelsvolumen. Bei dem 2016 gestarteten Handel mit Fracht-Futures konnte die EEX im ersten Jahr 12 655 gehandelte Kontrakte zählen.
 

Kai Eckert
Redakteur
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Mittwoch, 11.01.2017, 16:26 Uhr

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