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Enerige & Management > Stadtwerke - Stadtwerke öffnen nach und nach wieder die Kundencenter
Bild: Jonas Rosenberger / E&M
STADTWERKE:
Stadtwerke öffnen nach und nach wieder die Kundencenter
Mit der Lockerung bei den Ladenschließungen kehren auch die ersten Stadtwerke wieder zur persönlichen Kundenberatung zurück.
 
Bei den Stadtwerke normalisiert sich das Geschäft langsam. So hat beispielsweise die Westfalen-Weser-Energie-Gruppe (WWE) ihre „Netzpunkte“ in Herford, Höxter, Lage, Minden, Paderborn und Stadthagen seit Montag, 20. April, wieder geöffnet. Allerdings gelten verstärkte Sicherheitsvorkehrungen: Wie der Versorger mitteilte, sind Acrylglasscheiben zwischen Kunden und Angestellten aufgestellt und es gebe verstärkte Hygienemaßnahmen. Der turnusmäßige Austausch von Stromzählern soll ab Anfang Mai ebenfalls wieder anlaufen. Die kleineren Kundencenter des Unternehmens bleiben allerdings weiter zu.

Auch bei den Stadtwerken im fränkischen Bayreuth gibt es Lockerungen: Da mit der Öffnung der Läden bis 800 Quadratmeter eine Zunahme der Fahrgastzahlen im Nahverkehr erwartet wird, hat das Kundencenter Verkehr seit Anfang der Woche wieder geöffnet.

Die Stadtwerke Bad Pyrmont (Niedersachsen) bieten ebenso wieder einen persönlichen Beratungsservice an, und ab 22. April wird es im baden-württembergischen Ludwigsburg sowie in Kornwestheim wieder Kundenkontakt geben: Wie die Stadtwerke dort mitteilen, wurden aber Vorsichtsmaßnahmen getroffen: Die Mitarbeiter tragen Masken und es wurden für die Kunden eigene Monitore installiert, an denen sie die Eingaben mitverfolgen können, ohne dem Berater zu nahe zu kommen. Zusätzlich wird empfohlen, einen Termin zu vereinbaren, um Wartezeiten zu vermeiden.

Ab dem 23. April öffnet auch der Oldenburger Regionalversorger EWE wieder einige Shops mit baulichen Veränderungen zum Schutz der Kunden und Mitarbeiter, heißt es von dort. Auch diese sind mit Plexiglas-Trennscheiben an den Beratungsplätzen, Desinfektionsmittel und Schutzmasken ausgestattet. Weitere Shops öffnen in den nächsten Tagen, sobald alle Schutzmaßnahmen umgesetzt sind.

Das Interesse an Energiefragen scheint jedenfalls auch in Corona-Zeiten ungebrochen zu sein. Erst vor kurzem meldete der Chemnitzer Versorger „enviaM“ − bei geschlossenen Filialen − einen starken Anstieg der Kundenkontakte per Telefon, Mail und Briefpost. In den vergangenen vier Wochen waren nach Angaben des Versorgers zusätzlich 14.000 Anrufe und 2.200 schriftliche Kontakte registriert worden, eine Steigerung um 40 %. Die Zugriffe auf den Online-Kundenbereich haben demnach um 20 % zugenommen. Schwerpunkte der Anliegen waren Fragen zu Rechnungen und Abschlagszahlungen sowie die Übermittlung von Zählerständen.
 

Günter Drewnitzky
© 2020 Energie & Management GmbH
Dienstag, 21.04.2020, 15:56 Uhr

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