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Quelle: Fotolia / daboost
SPANIEN:
Spanien deckelt Gaspreis zur Stromerzeugung
Die spanische Regierung hat eine Deckelung des Preises von Gas beschlossen, das zur Stromerzeugung benutzt wird. 
 
(dpa) − Mit seiner Maßnahme wolle Spanien auf dem Stromgroßmarkt für einen Rückgang des Durchschnittspreises von Elektrizität um knapp 40 % sorgen, sagte die Ministerin für Ökologischen Übergang, Teresa Ribera, am 13. Mai in Madrid. Im Zuge der durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Energiekrise hatte die Europäische Union Spanien und auch Portugal einen Eingriff in den Strommarkt für zwölf Monate erlaubt. 

Die Senkung werde allen Verbraucherinnen und Verbrauchern in Spanien, den privaten Haushalten, den Unternehmen und der Industrie zugutekommen, sagte Ribera. "Aber diejenigen, die den regulierten Tarif nutzen, werden es sofort merken." Der Grund: In Spanien ist der regulierte Tarif an die Strombörsen gebunden. Die circa 40 % Haushalte mit einem solchen Tarif bekommen jede Preisänderung sofort zu spüren. 

Auf einer Kabinettssitzung beschloss die linksgerichtete Regierung von Ministerpräsident Pedro Sanchez eine Deckelung des Gaspreises auf 40 Euro/MWh, die sechs Monate lang gelten soll, wie Ribera erklärte. Danach solle der Höchstpreis stufenweise angehoben werden. Im Schnitt werde für die gesamten zwölf Monate ein Preis von 48 Euro/MWh anvisiert. 

Der Strompreis werde dadurch auf dem Großmarkt auf etwa 130 Euro/MWh fallen. Damit werde der im ersten Quartal in Spanien verzeichnete Durchschnittspreis von 210 Euro um fast 40 % reduziert werden. Eine solche Maßnahme, die nach Veröffentlichung im Amtsblatt am 14. Mai oder spätestens am 16. Mai in Kraft treten werde, habe es in Spanien wohl nie gegeben, betonte die Ministerin.
 

dpa
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Freitag, 13.05.2022, 16:19 Uhr

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