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Enerige & Management > Windkraft Onshore - Wind-PPA für Neusser Aluminiumschmelzwerk
Quelle: Fotolia / DeVIce
WINDKRAFT ONSHORE:
Wind-PPA für Neusser Aluminiumschmelzwerk
Die Aluminiumwalz- und Schmelzwerk Aluminium Norf GmbH (Alunorf) will seinen CO2-Fußabdruck senken und hat mit Engie einen langfristigen Stromliefervertrag geschlossen. 
 
Aus fünf nordrhein-westfälischen Windparks wird das Neusser Industrieunternehmen, südwestlich von Düsseldorf gelegen, ab diesem Jahr seinen Strom beziehen − rund 28 Mio. kWh jährlich, je nach Windaufkommen und Leistung der Anlagen. Zusammen mit dem Energiekonzern Engie hat es hierfür ein Power Purchase Agreement (PPA) unterschrieben.

Wie die Partner in einer gemeinsamen Mitteilung erklären, ließen sich mit der vereinbarten Liefermenge unter anderem vier Induktionsöfen zum Schmelzen von Aluminiumspänen vollständig betreiben. Bis zu 30 % weniger CO2 gegenüber 2015 will der Aluminiumhersteller bis 2026 ausstoßen.

Der kaufmännische Geschäftsführer Oliver Hommel sieht Aluminium als "unverzichtbaren Grundstoff für die Energie- und Mobilitätswende". Aus dem Vormaterial würden etwa leichte Karosserieteile und Batteriefolien oder Bestandteile von Windrädern und Photovoltaikanlagen hergestellt. "Wir sehen uns in der Verantwortung, das benötigte Aluminium so ressourcenschonend wie möglich herzustellen", so Hommel weiter.

In die Versorgung der Öfen in Windenergie einzusteigen, habe für Alunorf auf der Hand gelegen: Die Windparks in Krefeld, Viersen, Düren und Baesweiler liefen bis vor kurzem unter der EEG-Förderung. Da diese ausgelaufen seien, standen die Kapazitäten zur Verfügung. "Uns war wichtig, auf Anlagen in der Umgebung zu setzen, um die Ressourcen für grüne Energie in der Region zu erhalten", erklärt Hommel.

Das Unternehmen wolle prüfen, wie sich der fluktuierende Windstrom auf die Versorgung des Aluminiumwalz- und Schmelzwerkes auswirkt. "Diese Erfahrungen werden wir nutzen, um eine Strategie aufzubauen, wie wir den Anteil an erneuerbaren Energien in unserem Stromportfolio kontinuierlich und nachhaltig ausbauen können", sagt Hommel.
 

Davina Spohn
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