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Enerige & Management > Photovoltaik - Strom aus größtem polnischen Solarpark für Heidelberg Cement
Bild: E&M, Jonas Rosenberger
PHOTOVOLTAIK:
Strom aus größtem polnischen Solarpark für Heidelberg Cement
Baywa Re und Heidelberg Cement haben ein Power Purchase Agreement (PPA) für einen Solarpark in Polen unterzeichnet.
 
Der Stromabnahmevertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Bei der Anlage handelt es sich laut einer Mitteilung von Baywa Re um einen Solarpark, der rund 100 Kilometer östlich von Berlin in der Gemeinde Witnica entsteht und eine Leistung von 64,6 MW haben wird. Damit sei er die größte PV-Anlage Polens. Gleichzeitig sei es der erste förderfreie Solarpark im Nachbarland, dessen Strom durch ein langjähriges PPA vermarktet werde. Er soll im ersten Halbjahr 2021 fertiggestellt werden und den "kosteneffizientesten Grünstrom im ganzen Land liefern", wie es in der Mitteilung weiter heißt.

Vor diesem Hintergrund erklärt Benedikt Ortmann, Global Director of Solar Projects bei Baywa Re: "Dies ist der beste Beweis, dass Solarstrom – ohne jegliche Förderung – im Vergleich zu Strom aus konventionellen Energieträgern wettbewerbsfähig sein kann, selbst in einem weiter nördlich gelegenen europäischen Land wie Polen, das seinen Strom noch zu 80 % aus Kohle bezieht."

Vertragspartner des PPA ist Gorazdze Cement S.A., die polnische Tochtergesellschaft der Heidelberg Cement AG. Deren Präsident Andrzej Reclik sieht in dem Abschluss einen großen Erfolg für die Gorazdze-Gruppe. Bei der Heidelberg Cement AG werten die Verantwortlichen die Vereinbarung als "bedeutenden Schritt" auf dem Weg zur CO2-Neutralität, die sich der Konzern im Rahmen seiner Mitgliedschaft in der globalen Initiative "50 Sustainability & Climate Leaders" zum Ziel gesetzt habe. Auf der Internetseite ist die Ankündigung des Konzerns zu lesen, bis spätestens 2050 über das gesamte Produktportfolio hinweg CO2-neutralen Beton anzubieten.
 
Der Solarpark in Witnica soll im ersten Halbjahr 2021 fertiggestellt werden
Bild: Baywa Re

Für Baywa Re ist der Solarpark Witnica ist nicht das einzige Engagement im polnischen Markt. In den nächsten fünf Jahren will der Projektentwickler nach eigenen Angaben dort Solar- und Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 1.000 MW realisieren.

Andrea Grotzke erklärt, die wirtschaftliche Ausgestaltung des nun abgeschlossenen PPA diene als einzigartiges Beispiel in Polen der Festpreisabsicherung gegen steigende Stromkosten. "Strom aus Solarenergie zu beziehen, reduziert nicht nur die CO2-Bilanz eines Unternehmens. Wir sind überzeugt, dass dies auch erhebliche Einsparungen in der eigenen Stromrechnung bedeutet", so die Baywa-Re-Managerin, die den Titel "Global Director of Energy Solutions" trägt.
 

Fritz Wilhelm
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Donnerstag, 28.01.2021, 17:01 Uhr

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