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Enerige & Management > Photovoltaik - Steag plant 1.000 MW in Griechenland
Quelle: Fotolia / @nt
PHOTOVOLTAIK:
Steag plant 1.000 MW in Griechenland
Die Würzburger Steag Solar Energy Solutions baut gemeinsam mit der LSG Group aus Wien Photovoltaik-Parks in Griechenland. Das Land selbst will die Erneuerbaren schneller ausbauen.
 
Bereits in den nächsten Monaten soll ein Joint Venture aus der Steag Solar Energy Solutions (SENS) und der LSG Group Photovoltaik-Parks mit insgesamt 480 MW fertigstellen. Weitere PV-Parks sollen folgen, teilte Steag am 20. Oktober mit. In insgesamt zwölf Projekt-Clustern mit zusammen 25 Teilprojekten soll das Gemeinschaftsunternehmen „SENS LSG“ als Projektentwickler und Verantwortlicher für Planung, Bau und O&M-Dienstleistungen der Anlagen in einem ersten Schritt die ersten 480 Megawatt errichten; der Baubeginn ist für das nächste Jahr geplant.

Mit der Entwicklung neuer Solarprojekte knüpft die Steag an „bereits seit dem Jahr 2010 bestehende Aktivitäten in Griechenland an“ und möchte nun die langjährige Beziehung ausbauen, erklärt Christian Kleinhans, Head of Project Development bei SENS, zur griechischen Pipeline. Der Zeitpunkt sei günstig: Denn die griechische Regierung wolle das enorme PV-Potential des Landes stärker nutzen und die Energiewende noch in diesem Jahrzehnt massiv vorantreiben.

Auch RWE möchte die politisch günstigen Bedingungen nutzen. Ebenfalls mit einem Joint Venture wollen der Energiekonzern RWE und der griechische Versorger PPC die Nutzung erneuerbarer Energien in der Hellenischen Republik voranbringen, teilte der RWE-Konzern Anfang Oktober mit wie die Redaktion berichtete. PPC Renewables plant Solarprojekte mit einer Gesamtkapazität von bis zu 2.000 MW zu entwickeln. Mit seiner hohen Sonneneinstrahlung und einem klaren Bekenntnis seitens der Politik zu erneuerbaren Energien ist Griechenland laut RWE ein vielversprechender Wachstumsmarkt.

Mit einem „Nationalen Energie- und Klimaplan (NECP)“ soll der Ausbau von Windkraft- und Solaranlagen beschleunigt werden, nachdem das Land bisher stark von fossilen Energiequellen abhängig war. Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis gab unter anderem im Frühjahr dieses Jahres bekannt, dass der Ausstieg aus der Kohleverstromung von 2028 auf 2025 vorgezogen werden soll, teilte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) mit.

Das Land sieht sich aufgrund der vielen Sonnen- und Windstunden als idealer Standort für eine europäische Wasserstoffproduktion. Bis zum Jahr 2030 sollen knapp 70 % des in Griechenland verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energieträgern kommen.
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
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Mittwoch, 20.10.2021, 15:10 Uhr

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