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Enerige & Management > Windkraft Offshore - Mehr Strom aus See-Windkraftwerken
Bild: Fotolia.com, zentilia
WINDKRAFT OFFSHORE:
Mehr Strom aus See-Windkraftwerken
Insgesamt knapp 18 Prozent der letztjährigen Windstromproduktion ist auf See erzeugt worden, zeigen Berechnungen des Übertragungsnetzbetreibers Tennet.
 
Die Offshore-Windparks vor den deutschen Küsten haben 2018 rund 19,1 Mrd. kWh erzeugt, was gegenüber den im Jahr 2017 produzierten 17,5 Mrd. ein Plus von gut 9 % bedeutet. Gemessen an der noch vorläufigen gesamten Windstromerzeugung an Land und auf See für das zurückliegende Jahr lag der Anteil der Offshore-Windenergie somit bei knapp 18 %.

Dass die Steigerungsrate nicht mehr so hoch wie in den Vorjahren ausgefallen ist, liegt auf der Hand: Die Zahl der neu in Betrieb gegangenen Hochseewindparks und der damit verbundenen Leistung hat sich zuletzt auf einem Niveau von etwa 1 000 MW eingependelt. Eine ähnliche Größenordnung dürfte die heimischen Offshore-Windverbände bei ihrer Bilanz für das letztjährige Offshore-Windjahr am 21. Januar in Berlin präsentieren

Dass mit 16,75 Mrd. kWh (Vorjahreswert: 15,97 Mrd.) das Gros der Seewind-Ernte auf die Nordsee entfiel, ist angesichts der Vielzahl der dort errichteten Projekte keine Überraschung. Für die Übertragung dieses Ökostroms an Land hat der Übertragungsnetzbetreiber Tennet mittlerweile elf Offshore-Netzanschlusssysteme mit zusammen 6 232 MW Kapazität an das Stromnetz angeschlossen.

„Wir erfüllen damit schon jetzt nahezu komplett das Ausbauziel der Bundesregierung, dass Offshore-Windkapazität von 6 500 Megawatt bis zum Jahr 2020 vorsieht", resümiert Tennet-Geschäftsführer Wilfried Breuer in einer Mitteilung. Für dieses Jahr plant das Unternehmen mit BorWin3 die Fertigstellung der nächsten Steckdose auf See, womit sich die Übertragungskapazität auf 7 123 MW erhöhen wird.

Neben der Planung und dem Bau weiterer Kapazität setzt Tennet nach eigenen Angaben bei einer Reihe von Projekten auf die Digitalisierung und Flexibilisierung des Stromnetzes sowie das Vorantreiben der Sektorkopplung. Mit zu den Neuerungen bei der Offshore-Windenergie zählt auch der Einsatz der 66-kV-Technologie, die unter anderem bei den Anbindungen "DolWin5" und "BorWin5" vorgesehen ist. „Mit dieser Technologie können Investitionskosten und Betriebsaufwand in Millionenhöhe eingespart werden, weil die Offshore-Umspannplattformen der Windparks entfallen und zudem deutlich weniger Kabel zum Anschluss der einzelnen Windenergieanlagen benötigt werden“, heißt es bei dem Übertragungsnetzbetreiber.
 

Ralf Köpke
© 2019 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 10.01.2019, 13:50 Uhr

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