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Bild: Fotolia.com, Dario Sabljak
EFFIZIENZ:
Preise runter für Energie-Checks
Da das Bundeswirtschaftsministerium die Kosten übernimmt, bietet die Verbraucherzentrale seit Jahresbeginn einige Services bei der Energieberatung gebührenfrei an.
 
Thüringens Umwelt- und Energieministerin Anja Siegesmund (Grüne) zeigte sich zufrieden. „Die neue Kooperation mit der Verbraucherzentrale Thüringen ist unser erstes praktisches Angebot, mit dem wir unser Klimagesetz umsetzen.“ Das im vergangenen Dezember vom Thüringer Landtag beschlossene Klimagesetz sieht vor, den Gebäudebestand im Land bis zum Jahr 2050 nahezu klimaneutral zu machen.

Wer sich künftig in den 27 Beratungsstellen der Verbraucherzentrale im Land über Energiesparmaßnahmen informiert, für den ist dieser Service seit Jahresbeginn kostenlos. Bislang mussten die Ratsuchenden zwischen fünf und 40 Euro pro Anfrage bezahlen.

In Thüringen finanziert mit Beginn dieses Jahres das Landesumwelt- und Energieministerium in Kooperation mit der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur die Kosten für die Energieberatung, die zuletzt bei gut 40 000 Euro gelegen haben. „Von der neuen Kooperation erhoffen wir uns, noch bekannter zu werden und noch mehr Menschen zu erreichen“, betonte Ralph Walther, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Thüringen, bei der Vertragsunterzeichnung mit Ministerin Siegesmund.

Aber nicht nur in Thüringen können sich Bundesbürger über eine kostenlose Energieberatung freuen, seit dem Jahreswechsel sind auch bundesweit einige Angebote der Verbraucherzentralen gebührenfrei: die Beratung in der Beratungsstelle selbst und der sogenannte Basis-Check bei Verbrauchern zu Hause, der bislang mit zehn Euro zu Buche schlug. Die Kosten dafür übernimmt nun das Bundeswirtschaftsministerium. Was Udo Sieverding, Leiter der Energieberatung bei der Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen, für einen wichtigen Schritt hält: „Vor allem in den Heizungskellern lässt sich durch den Einsatz neuer Geräte in Kombination mit erneuerbaren Energien noch ganz viel Energie sparen. Das muss endlich angepackt werden, um die nationalen Klimaziele zu erreichen.“

Sieverding setzt darauf, dass mit der nun kostenlosen Beratung bei so manchem Bundesbürger die Hemmschwelle für den Besuch bei einem Energieberater der Verbraucherzentrale entfällt: „In unserer Energieberatung kommen nur ausgewiesene Fachleute zum Einsatz, sodass sicherlich jeder Ratsuchende bei uns profitieren kann – vor allem in seinem Portemonnaie.“ Keine Konkurrenz durch die nunmehr kostenlose Energieberatung sieht Sieverding für eine Reihe von Stadtwerken, die diesen Service auch anbieten: „Es kann nicht genug Beratungsmöglichkeiten geben.“
 

Ralf Köpke
© 2019 Energie & Management GmbH
Freitag, 11.01.2019, 16:31 Uhr

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