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Enerige & Management > Wirtschaft - Homeoffice beflügelt Umzugspläne
Bild: Shutterstock, katjen
WIRTSCHAFT:
Homeoffice beflügelt Umzugspläne
Bei einer Ausweitung der Heimarbeit könnten sich viele Arbeitnehmer einen Umzug in eine andere Gegend vorstellen, so eine repräsentative Umfrage.
 
"Jeder fünfte Berufstätige würde umziehen, wenn er in Zukunft größtenteils im Homeoffice arbeiten könnte", meldet der Digitalverband Bitkom. Genau 21 % der Befragten ab 16 Jahren legten sich bei einer repräsentativen Umfrage auf diese Antwort fest. Vor allem junge Menschen ziehen diese Alternative in Betracht.

Von den 16- bis 24-Jährigen kann sich mehr als jeder Dritte (35 %) einen Umzug bei einer anderen Homeoffice-Situation vorstellen. Bei den 25- bis 34-Jährigen sind es knapp drei von zehn (29 %). Später nimmt die Bereitschaft ab: Von den Berufstätigen zwischen 45 und 59 Jahren würden sich 15 % unter Umständen ernsthaft mit einem Umzug beschäftigen, bei den Mitarbeitern ab 60 Jahren immerhin noch 11 %.

Mehr Grün, mehr Wohnraum

Als Gründe nennen die Befragten, dass sie sich mit einem Umzug eine Verbesserung der Wohnsituation erhoffen. 39 % wollen nach einem Umzug im Grünen wohnen. Knapp ein Viertel wollen hingegen in eine attraktivere Stadt ziehen. "Drei von zehn (28 %) wollen näher bei Freunden oder der Familie sein und würden deshalb umziehen, wenn sie überwiegend im Homeoffice arbeiten könnte", so Bitkom.

Es geht aber nicht nur um den Wohlfühlfaktor bei einem Umzug, auch finanzielle Überlegungen spielen eine Rolle. Jeder Fünfte möchte Miete sparen oder zumindest mehr Wohnraum für das gleiche Geld zur Verfügung haben (19 %). Interessant hingegen ist, dass nur 1 % umziehen will, damit ein eigenes Arbeitszimmer zur Verfügung steht.

Durch den dauerhaften Trend zum Homeoffice seien viele Berufstätige weniger stark auf einen Wohnort in der Nähe des Arbeitgebers angewiesen, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. "Der Homeoffice-Boom stellt nicht nur neue Anforderungen an Beschäftigte und Arbeitgeber, er kann auch Druck von stark verdichteten Städten nehmen und mäßigend auf die Wohnkosten wirken."
 

Stefan Sagmeister
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Freitag, 08.01.2021, 16:17 Uhr

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