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Enerige & Management > Technik - EWE bekräftigt Pläne für Breitbandausbau
Bild: Jonas Rosenberger / E&M
TECHNIK:
EWE bekräftigt Pläne für Breitbandausbau
Der Oldenburger Energiedienstleister EWE setzt trotz des kritischen Blicks von Seiten des Kartellamts weiter auf sein Kooperationsprojekt mit der Telekom beim Glasfaserausbau.
 
„Ich hoffe, dass das Kartellamt davon zu überzeugen ist, dass das der richtige Weg ist“, sagte Stefan Dohler, Vorstandschef der Oldenburger EWE AG bei der regionalen Jahrespressekonferenz des Unternehmens im brandenburgischen Strausberg.

Bezogen war diese Äußerung auf die jüngste Ankündigung des Bundeskartellamts, das geplante Joint Venture von EWE und Telekom zum Breitbandausbau, die „Glasfaser Nordwest“, eingehend unter die Lupe zu nehmen und die Prüffrist dafür bis 21. August zu verlängern. Es müsse sichergestellt sein, dass durch die Kooperation die Ausbaudynamik zwischen den Wettbewerbern auf dem Markt nicht erlahme und der Glasfaserausbau tatsächlich beschleunigt werde, so die Begründung des Kartellamts.

Dohler äußerte Verständnis für das Vorgehen der Behörde. Das geplante Joint Venture sei „etwas völlig Neues“. Deshalb müssten die Beteiligten „noch sehr viel Aufklärungsarbeit leisten“. Die geplante Glasfaser Nordwest sei aber als „sehr offenes Modell“ angelegt, das einen „fairen und marktverträglichen Zugang“ für die Wettbewerber zum entstehenden Glasfasernetz vorsehe.

Der EWE-Chef zeigte sich zuversichtlich, das Kartellamt von der Richtigkeit des gemeinsamen Vorgehens mit der Telekom überzeugen zu können. Sollte die Kooperation dennoch scheitern, werde EWE den Glasfaserausbau im Nordwesten Deutschlands alleine vorantreiben. Bei getrenntem Vorgehen der beiden Unternehmen werde die von der Kooperation vorgesehene Zahl der Anschlüsse jedoch vermutlich nicht erreicht, schätzt Dohler.

Im März dieses Jahres hatten EWE und Telekom mit der Glasfaser Nordwest ein Joint Venture für den gemeinschaftlichen Breitbandausbau gegründet. Das neue Unternehmen soll 2 Mrd. Euro in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen investieren und insgesamt bis zu 1,5 Millionen Haushalte mit glasfaserbasierten Gigabit-Leitungen versorgen.
 
 

Peter Focht
Redakteur
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Donnerstag, 20.06.2019, 17:05 Uhr

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