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POLITIK:
EU sieht enormem Investitionsbedarf bei Ökostrom
Das Erneuerbaren-Ziel der EU von 27 % bis 2030 ist nach Einschätzung der EU-Kommission nicht ohne zusätzliche Anstrengungen und massive Investitionen zu erreichen.
 
Die EU-Kommission geht davon aus, dass bis 2030 zusätzlich 254 Mrd. Euro in Ökostromanlagen investiert werden müssen, um die Ausbauziele für Erneuerbare Energien zu erreichen. Das geht aus Entwürfen für das sogenannte Energie-„Winterpaket“ der EU-Kommission hervor, das Ende November vorgelegt werden soll und die E&M powernews vorliegen.

Demnach käme die EU ohne zusätzliche Anstrengungen bis 2030 "nach optimistischer Schätzung" nur auf einen Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch von 24,3 %. Sie würde also ihr Ziel von mindestens 27 % und damit auch die für das Pariser Klimaschutzabkommen gemachten Zusagen verfehlen, wird in dem Entwurf für eine neue Richtlinie zur Förderung erneuerbarer Energien konstatiert.

„Um diese Lücke zu schließen, ist eine erhebliche Investitionsanstrengung nötig“, heißt es weiter. Dabei beziehe sich die genannte zusätzliche Summe von 254 Mrd. Euro nur auf die Stromerzeugung. Die Kommission hatte 2015 die gesamte Investitionssumme für Ökostrom bis 2030 auf eine Billion Euro geschätzt.

Mit dem für 30. November erwarteten Energiepaket will die EU-Kommission Gesetzesvorschläge zur Gestaltung des Strommarktes sowie zur künftigen Förderung des Erneuerbaren-Ausbaus und zur Steigerung der Energieeffizienz präsentieren. Diese soll um 27 % gesteigert werden, was bereits 2014 festgelegt wurde, wie auch das EU-Klimaziel, die CO2-Emissionen bis 2030 um mindestens 40 % im Vergleich zu 1990 zu verringern.
 
 

Angelika Nikionok-Ehrlich
Redakteurin
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Dienstag, 15.11.2016, 16:31 Uhr

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