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ELEKTROFAHRZEUGE:
Einheitliches Ladenetz für E-Autos in Thüringen
Die 32 lokalen und regionalen Energieversorger in Thüringen arbeiten beim gemeinsamen Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos mit dem Stadtwerke-Verbund Ladenetz.de zusammen.
 
Thüringer Stadtwerke und Energieversorger wollen bis 2020 für 6 Mio. Euro ein öffentliches Netz aus 370 Ladestationen für Elektroautos, darunter 70 Schnellladestationen, in Kommunen des ostdeutschen Bundeslandes einrichten. Das von den 32 Unternehmen entwickelte Konzept sieht eine einheitliche Lösung für Ladetechnik, Zugangs- und Abrechnungssysteme sowie eine landesweit abgestimmte Standortplanung für neue Stromtankstellen vor. Damit sei Thüringen derzeit das einzige Bundesland mit einem solchen flächendeckenden Konzept, teilte die Thüringer Energie AG, die die Zusammenarbeit koordinierte, am 19. Januar mit.

Die Festlegung der Ladesäulenstandorte beruhe auf Studien der Fraunhofer-Gesellschaft Ilmenau sowie der Bauhaus-Universität Weimar, die auch Basis für die Ladeinfrastruktur-Strategie des Freistaates Thüringen sind. Die Verteilung sei so gewählt, dass im ganzen Bundesland die Entfernung zur nächsten Ladestation nicht größer als 30 Kilometer sein wird.

Für IT-Betrieb, Vernetzung und einheitlichen Zugang zur Ladeinfrastruktur setzen sie Energieversorger auf die von der Stadtwerke-Kooperation Smartlab aufgebaute Verbundlösung Ladenetz.de und deren Ladekarte. Sechs Thüringer Stadtwerke sind bereits an Ladenetz.de angebunden.

Das Netzwerk erschließt mittlerweile 800 Ladepunkte von Stadtwerken und über Roaming-Vereinbarungen weitere 7 500 Ladepunkte in Deutschland und in Nachbarländern. Darüber hinaus sollen in Thüringen Ladekarten der Autohersteller BMW, VW/Audi, Nissan sowie Flottenkarten (DKV, Novofleet +Charge) nutzbar sein. Auch das Laden und bargeldlos Bezahlen mit dem Smartphone soll möglich gemacht werden.

Die Projektpartner des Thüringer Ladenetzes haben sich auf ein transparentes Preissystem verständigt, das eine Zeitkomponente enthält, mit der erreicht werden soll, dass Autofahrer den Platz an der Ladesäule möglichst schnell wieder freimachen. Von rund 6 Mio. Euro Gesamtinvestitionen wollen die Energieversorger rund 3 Mio. Euro aus eigenen Mitteln aufbringen, der Rest soll aus Fördermitteln des Landes und des Bundes finanziert werden. Das im letzten Jahr beschlossene 300-Mio.-Euro-Förderprogramm des Bundes ist allerdings noch nicht von der EU-Kommission notifiziert.
 

Peter Focht
Redakteur
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Freitag, 20.01.2017, 14:23 Uhr

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