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Bild: Fotolia.com, Photo-K
EFFIZIENZ:
Effizienz-Netzwerk macht weiter
Zehn Kommunen haben sich dazu entschlossen, auch nach der dreijährigen Förderphase mit dem Effizienznetzwerk weiterzumachen. Gerade kleinere Gemeinden profitieren vom Austausch.
 
Es ist eines der ersten Netzwerke, die sich vor etwas mehr als drei Jahren mithilfe des Instituts für Energietechnik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden (IfE) gegründet hatten. Im September vergangenen Jahres lief nun die dreijährige Förderphase über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) aus.

Trotzdem machen die zehn Kommunen weiter; nun sogar unter einem eigenen Namen: Netz 10. Die Teilnehmer – Bürgermeister, Leiter von Stadtbauämtern oder Klimaschutzbeauftragte - wollen an die vergangenen Erfolge anknüpfen und weiterhin in begonnene und neue Effizienzmaßnahmen investieren.

Die Teilnehmer der Kommunen (Gemeinde Baar-Ebenhausen, Markt Feucht, Markt Wolnzach, die Städte Haßfurt, Kemnath, Neustadt a.d. Donau, Roth, Zirndorf, Geisenfeld und Vohburg) sind sich einig:

Die viermal im Jahr vom IfE organisierten Netzwerktreffen ermöglichen einen kontinuierlichen Erfahrungsaustausch der teilnehmenden Kommunen, die weiterhin über die gebotenen Förderprogramme auf dem aktuellsten Stand gehalten werden. Im Vordergrund bleibt auch künftig die kommunenspezifische energietechnische Beratung.

Kommunen werden über Fördermöglichkeiten auf dem Laufenden gehalten

Förderungen für die energietechnische Beratung laufen nach Auskunft des IfE künftig nicht mehr über das Bafa, sondern in den nächsten drei Jahren über das bayerische Wirtschaftsministerium und die Kommunalrichtlinie. Zudem gibt statt Netzwerk- nur noch Einzelförderungen.

Die einhellige Meinung der Kommunen: Der Austausch bringt Bewegung in einzelne Projekte. „Die Treffen im Energieeffizienznetzwerk sind nahezu unersetzlich“, schreibt Jens Machold, Bürgermeister des Marktes Wolnzach, im Netzwerkjournal. Das gemeinsam herausgegebene Journal soll einen Überblick geben, was in den drei zurückliegenden Jahren passiert ist, und fasst die Ergebnisse zusammen.

„Aufgrund aktueller Vorträge durch das IfE bleibt man immer auf dem Laufenden. Auch der Erfahrungsaustausch mit anderen Kommunen ist nicht zu verachten“, so Machold. Der Markt Wolnzach mit seinen rund 11 600 Einwohnern sei sonst nicht in der Lage, derartige Fachkompetenzen im eigenen Haus aufzubauen.

Ähnlich sieht es Klimaschutzbeauftragter Bernd Vilsmaier aus Traunreut: „Durch die Teilnahme am Netzwerk entsteht ein Wissenspool, auf den man bei konkreten Fragestellungen zurückgreifen kann.“ Dies sei nicht nur bei rein technischen Fragen der Fall, sondern auch bei Themen wie Öffentlichkeitsarbeit oder Fragen zur politischen Realisierbarkeit.

Die angestoßenen Projekte sind sehr vielfältig: von der kontinuierlichen Umstellung der Beleuchtung auf LED im Markt Wolnzach, der energetischen Sanierungen öffentlicher Gebäude wie dem Rathaus von Zirndorf über die Erneuerung der Heizungsanlage im Bauhof der Stadt Roth bis hin zur Erstellung eines Sanierungskonzepts für das Bürgerhaus und das Kurhaus in Bad Gögging.

Ein wichtiges Fazit von den bisher umgesetzten Maßnahmen ist für Markus Brautsch, Professor und Chef des IfE, interessant: „Die Einsparziele und umgesetzten Maßnahmen haben dazu geführt, dass die Verbräuche nicht weiter steigen.“ Ein Erfolg! „Daran wollen wir und die Kommunen weiter anknüpfen.“
 
Treffen von Netz 10 in München. Bei jedem Treffen des Effizienznetzwerkes wird ein interessantes Quartier, Gebäude oder Projekt besichtigt. Hier das Werksviertel im Münchner Osten
Bild: E&M

 
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
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Donnerstag, 07.02.2019, 10:36 Uhr

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