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Bild: Ecosummit Berlin
STARTKLAR:
Ecosummit bringt Start-Ups und Investoren zusammen
Neue Geschäftsideen für die Energiewelt der Zukunft präsentieren Unternehmensgründer auf der zweitägigen Start-up-Messe "Ecosummit 2018" in Berlin.
 
Im Berliner Veranstaltungszentrum Radialsystem sind 69 Start-ups aus neun Ländern zusammengekommen, um ihre Geschäftsideen Investoren vorzustellen. In knapp 100 Vorträgen werden zukunftsfähige Projekte und Investitionsstrategien den Besuchern präsentiert.

„Es ist wichtig, Pläne und Strategien für die Zukunft zu entwickeln“, betonte Nigel Purcell von Engie New Ventures zum Auftakt der zweitägigen Veranstaltung in Berlin. Als wichtigste Herausforderungen hat er die Dekarbonisierung, die Dezentralisierung und die Digitalisierung identifiziert und sucht sich für Investitionen Unternehmensgründungen aus, die genau in diesen Themenbereichen aktiv sind. So hat sich die französische Engie an dem britischen Start-up Kiwi Power beteiligt, das im Internet der Dinge durch ein nachfragegesteuertes Lastmanagement die Stromnetze ausbalancieren will.

Innovability, ein Wortspiel aus Innovation und Sustainability

Fabio Tentori vom italienischen Enel Innovation Hub unterstreicht den Innovationsansatz für seine Investitionsentscheidungen und hat dafür den Begriff „Innovability“, ein Wortspiel aus Innovation und Sustainability (Nachhaltigkeit) kreiert. Der Italiener arbeitet eng mit Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammen, um frühzeitig neue Geschäftsideen und Projekte identifizieren zu können. Dazu unterhält Enel weltweit neun sogenannte Labs, in denen Projektideen weiterentwickelt und bestenfalls zur Marktreife gebracht werden. Insgesamt 250 Mio. US-Dollar hat das Unternehmen inzwischen in 140 Projekte und 35 gegründete Start-ups investieren.

Mit konkreten Zahlen hielt sich Philipp Ulbrich, Head Scouting & Co-Investments von Eon, dagegen bedeckt. Man suche Unternehmen, die gut zum eigenen Geschäftsmodell passen, so der Eon-Manager.

Konkrete Erfolge konnte das schwedische Start-up Saltx melden. Der von dem Unternehmen entwickelte Salzspeicher soll mit einem Preis von rund 20 Euro/kWh Strom zu einem Zehntel der Kosten konventioneller Batterien speichern können.

Neben der Speicherthematik ist die Digitalisierung ein weiteres wichtiges Tätigkeitsfeld für die jungen Unternehmen. So will das Kölner Softwareunternehmen Greenpocket Daten aus Smart Metern monetarisieren und bietet bereits Energiemanagementlösungen für Unternehmen und Kommunen an. „Daten sind die neue Elektrizität“, machte Thorsten Heller, CEO vom norwegischen Start-up Greenbird, die Bedeutung deutlich.

Auf der Veranstaltung werden sich bis zum 9. Mai noch weitere Start-ups aus den Bereichen Mobilität, Netze, Smart Home und Wärme vorstellen. Sie alle haben sich zum Ziel gesetzt, Lösungen zur Bewältigung der Energiewende zu entwickeln.
 

Kai Eckert
Redakteur
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Dienstag, 08.05.2018, 15:47 Uhr

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