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Bild: Jonas Rosenberger / E&M
ELEKTROFAHRZEUGE:
Die E-Auto-Million wird erst 2022 geknackt
Das von der Bundesregierung offiziell ausgegebene Ziel von einer Million E-Autos bis 2020 in Deutschland wird laut Regierungsberatern erst zwei Jahre später zu erreichen sein. 
 
Das Geschäft mit E-Autos läuft nach wie vor schleppend, weswegen die Bundesregierung laut einer Meldung der Deutschen Presseagentur (dpa) das offizielle Ziel von einer Million E-Autos bis 2020 offenbar stillschweigend gekippt hat. 

Berater der Bundesregierung gehen den Angaben nach mittlerweile offen davon aus, dass das Ziel nicht mehr zu erreichen sein wird. In ihrem jetzt veröffentlichen Fortschrittsbericht schreibt die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE), dass das Ziel von einer Million E-Autos, ausgehend von der aktuellen Marktdynamik, voraussichtlich erst 2022 erreicht werde. Die NPE spricht Empfehlungen für die Bundesregierung aus und beobachtet seit acht Jahren den Stand der Elektromobilität in Deutschland.

Die aktuellen Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Anfang 2018 waren auf den deutschen Straßen 290 571 Elektro- und Hybridautos unterwegs. Bis August kamen noch 109 481 Neuzulassungen hinzu. NPE-Vorsitzender Henning Kagermann sagte der dpa: „Das Eine-Million-Ziel bleibt eine gute politische Richtgröße.“ Wichtiger als das genaue Datum sei jedoch ein stimmiges Gesamtsystem.

Die NPE-Experten haben für die zögerliche Einführung der E-Mobilität in Deutschland mehrere Gründe wie hohe Preise und eine geringe Modellvielfalt und Reichweite ausgemacht. Ein wesentlicher Punkt sei die Ladeinfrastruktur in Deutschland. Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) bräuchten eine Million E-Autos rund 70 000 Normal- und 7 000 Schnell-Ladepunkte. Aktuell zählt der BDEW rund 13 500 Ladepunkte, 13 % davon sind Schnellladestationen.

Kritisch bewertet der Verband indes die teilweise geringe Auslastung der Ladeinfrastruktur. In einigen Städten sei die Abdeckung bereits so hoch, dass sich gerade eine Handvoll Autos einen Ladepunkt teilten, so der Verband. An Stationen, die mehrere tausend Euro kosten, fänden teilweise nicht einmal drei Ladevorgänge am Tag statt.
 

Peter Koller
Redakteur
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Mittwoch, 19.09.2018, 11:21 Uhr

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