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Enerige & Management > Windkraft Onshore - Forschung in 140 Metern Höhe
Bild: Mellimage, Fotolia
WINDKRAFT ONSHORE:
Forschung in 140 Metern Höhe
Der Energiekonzern EnBW nimmt im Raum Langenburg (Baden-Württemberg) einen neuen Windmessmast in Betrieb. Er dient ausschließlich Forschungszwecken.
 
Mit dem 140 Meter hohen Turm im Brüchlinger Wald sollen verschiedene Messtechniken untersucht werden. Die Montagearbeiten für die Stahlgitterkonstruktion sollen bis Ostern abgeschlossen sein, teilt das Energieunternehmen mit.

In den kommenden drei Jahren will die EnBW damit verschiedene Messverfahren prüfen. Im Fokus der Testreihen steht der Vergleich von am Boden stationierten Lidar-Messgeräten und -Scannern (Light Detection and Ranging) mit Messungen, die mittels meteorologischer Messmasten auf Windrad-Niveau durchgeführt werden.

Besonderes Augenmerk soll dabei auf die gemessene Turbulenz des Windes im komplexen Gelände gelegt werden. Die in der Branche geläufigen Richtlinien und Standards beziehen sich momentan nur auf Turbulenzmessungen, die mittels sogenannter Schalenstern-Anemometern an Messmasten durchgeführt werden – also mit herkömmlichen Windmessern, wie man sie von Wetterstationen her kennt.

„Die Lidar-Technologie hat sich in den letzten Jahren für die Bestimmung des Windpotentials in den Normen und Standards etabliert. Die Bestrebungen, dieses Verfahren auch für die Turbulenzmessung zuzulassen, möchten wir mit unseren Forschungsvorhaben unterstützen“, erklärt Projektleiterin Carolin Schmitt. Bei Lidar wird mithilfe von Laserstrahlen die Position und Bewegung von Aerosol-Teilchen in der Luft erfasst.

Für ihre Untersuchungen greift die EnBW auf einen früheren Messstandort zurück, der sich bereits für den Windpark Langenburg bewährt hatte. So kann das Forschungsteam auch die Daten des ersten Windmessmastes in die Untersuchungen mit einfließen lassen.

Weiter lassen sich die gemessenen meteorologischen Werte direkt in Bezug zu der Leistung setzen, die die dortigen Windräder während des Zeitraums der Messungen erbringen. Schmitt ist sich sicher: „Die Forschungsergebnisse aus Langenburg werden uns in unseren deutschlandweiten und internationalen Windprojekten sehr nützlich sein.“
 

Günter Drewnitzky
Redakteur
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Dienstag, 16.03.2021, 09:37 Uhr

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