• Strom leichter, CO2 knapp behauptet, Erdgas uneinheitlich
  • "Nur 20 Prozent mehr Windräder nötig"
  • Nachbesserungen bei Förderung für effiziente Wärmenetze nötig
  • PV-Hersteller Meyer Burger warnt vor China-Kooperation
  • Absehbares Ende der Verbrenner mit Stern
  • Stadtwerke Bayreuth schließen 2020 mit Defizit ab
  • Pläne für Wasserstoffproduktion auf See werden konkreter
  • Erneuerbare Energie in Kelheim unter ständiger Beobachtung
  • Stadtwerke Pforzheim stellen neue Produktwelt vor
  • Sechs Konzepte für Großforschungszentren in engerer Auswahl
Enerige & Management > Contracting - Getec startet Angebot für eine klimaneutrale Industrie
Das Werk Pfleiderer Spezialpapiere im bayerischen Teisnach, Bild: Armin Weigel
CONTRACTING:
Getec startet Angebot für eine klimaneutrale Industrie
Getec stellt eine Papierfabrik auf eine möglichst klimaneutrale Energieversorgung um. Für solche Projekte hat der Energiedienstleister die Kampagne "Green Steam" ins Leben gerufen.
 
Der Energiedienstleister Getec hat ein Programm mit dem Namen "Green Steam" aufgesetzt, mit dem er seine Kunden bei der Umsetzung ihrer Klimaziele unterstützen will. Das Programm ermöglicht laut dem Unternehmen den wirtschaftlichen Wechsel von einer fossilen Energieerzeugung hin zu einer klimaneutralen Versorgung.

Dazu bietet Getec Outsourcing-Modelle und klimaneutrale Technologien an und kombiniert diese mit verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten. Im Ergebnis sollen Industrieunternehmen so einen Wechsel zu einer nachhaltigen Produktion schaffen, "bilanzneutral" und ohne Investitionskosten oder Mehrkosten etwa durch die kommende CO2-Abgabe in Kauf nehmen zu müssen. "Wir unterstützen Industriekunden in der gesamten Projektierung, Finanzierung und Umstellung auf eine klimaneutrale Versorgung – sei es auf Grundlage von Biomasse, Grüngas oder anderen klimaneutralen Lösungen", erklärt Thomas Wagner, CEO der Getec-Gruppe.

Mit einigen Unternehmen sei Getec bereits in Abstimmung, das Green-Steam-Programm umzusetzen, wobei das Energiekonzept auf die jeweiligen Kunden zugeschnitten und berechnet würde. So lasse sich durch die Erneuerung oder Neu-Errichtung der Energieversorgung oftmals eine signifikante CO2-Reduktion im Vergleich zu einer "konventionellen fossilen Standardlösung" erreichen. Neben Bioenergien seien Technologien, die eingesetzt werden können, auch Power-to-X, Photovoltaik oder die Nutzung von Wasserstoff.

Wärme aus Biomasseheizwerk für Papierfabrik
 
Das Unternehmen Pfleiderer Spezialpapiere ist beispielsweise ein Kunde, der in den nächsten Monaten über das Programm seine Energieversorgungsanlagen modernisieren wird, hat Getec am 4. Februar mitgeteilt. Künftig wird laut Auskunft von Getec das Werk des Herstellers am Standort in Teisnach (Bayern) mit Wärme aus einem Biomasseheizwerk versorgt. Der Betrieb der neuen Energieversorgung soll ab Juli 2022 aufgenommen werden. Mit der Neuinvestition sollen künftig mehr als 27.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart und nahezu klimaneutral Dampf für die Produktion erzeugt werden.

Das Biomasseheizwerk wird mit einer Leistung von 15 MW thermisch bis zu 22 Tonnen Prozessdampf in der Stunde für die Produktion der Spezialpapiere produzieren. Als Brennstoffe finden dazu Waldhackschnitzel und naturbelassenes Altholz Verwendung. Pfleiderer produziert in Teisnach mit rund 220 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über 40.000 Tonnen Spezialpapiere.

Die Finanzierung erfolgt laut Getec über einen Contractingvertrag und über Fördermittel des Bundes. Pfleiderer hat sich zur Senkung seiner Energiekosten außerdem einem Energieeffizienz-Netzwerk angeschlossen. Das Unternehmen gehört zum ostbayerischen Netzwerk "OBEN Stein Papier Chemie".
 

Heidi Roider
Redakteurin und Chefin vom Dienst
+49 (0) 8152 9311 28
eMail
facebook
© 2021 Energie & Management GmbH
Freitag, 05.02.2021, 11:51 Uhr

Mehr zum Thema