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Bild: Fotolia.com, XtravaganT
SMART HOME:
Smart Living als Exportschlager
Der VDE zeigt mit einem Positionspapier auf, wie Deutschland zum Leitmarkt für Smart-Living-Dienstleistungen und –Anwendungen werden kann.
 
Es hapert nicht an der Technologie, eher an den darauf aufsetzenden Dienstleistungen. Dies ist ein Ergebnis einer Studie des VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik zum Thema Smart Living. „Bei intelligenten Komponenten und Geräten sind deutsche Unternehmen weltweit führend“, so Ansgar Hinz. Bei Anwendungen und Dienstleistungen sieht der VDE-Vorstandsvorsitzende jedoch Google, Apple oder Amazon mit einem Vorsprung gegenüber Unternehmen hierzulande.

Das Dokument soll zeigen, wie Deutschland zum Leitmarkt für Smart-Living-Anwendungen werden könnte und welche Produkte als Exportschlager geeignet wären. Im Vordergrund der Untersuchung stehen die Segmente Sicherheit, Energieeffizienz und Energiemanagement, Assistenzsysteme sowie Bürokommunikation und Unterhaltung.

Nach Überzeugung der Autoren, die nicht nur vom VDE, sondern unter anderem auch vom Karlsruher Institut für Technologie und der Universität des Saarlandes kommen, muss die deutsche Industrie neue Produkte gemeinsam entwickeln. Dazu sei es notwendig, eine Wirtschaftsinitiative Smart Living auf den Weg zu bringen, die die Aktivitäten von Politik und Industrie miteinander verzahnt. Damit böte sich die Chance, die gemeinsame Kreativität und Innovationskraft großer und mittelständischer Firmen sowie von Start-ups zu bündeln, erklärt Hinz und mahnt: „Wir sollten aus den Erfahrungen, die wir im Bereich Mobilfunk vor zehn Jahren gemacht haben, lernen und den Dienstleistungssektor nicht den anderen überlassen.“

Bis 2020 prognostiziert der VDE für den deutschen Markt eine Wertschöpfung an Smart Living-Produkten, -Systemen und -Services von über 1 Mrd. Euro. Die Idee einer Wirtschaftsinitiative ist allerdings nicht ganz neu. Bereits zur IFA im vergangenen Herbst in Berlin hatte die damalige Staatssekretärin und heutige Ministerin Brigitte Zypries mit den einschlägigen Technologie-Verbänden über eine entsprechende Initiative gesprochen.
 

Fritz Wilhelm
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