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Enerige & Management > Klimaschutz - 150 Mio. Euro für Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen
Bild: Shutterstock, Romolo Tavani
KLIMASCHUTZ:
150 Mio. Euro für Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen
Soziale Einrichtungen erhalten vom Bundesumweltministerium eine Förderung, um sich besser an die Folgen des Klimawandels anpassen zu können. Die ersten 250.000 Euro wurden ausgezahlt.
 
Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) übergab symbolisch online am 22. April Einrichtungen und Kommunen in mehreren Bundesländern die ersten Förderschecks mit einem Gesamtvolumen von mehr als 250.000 Euro. Zu den Geförderten gehören Kitas, Schulen, Altenpflegeheime oder Krankenhäuser in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Sie wollen damit Sonnenschutzanlagen errichten, Fenster mit Wärmeschutz ausstatten oder Schattenspendender im Freien aufbauen.

Schon 600 Anträge mit Volumen von 93 Mio. Euro

Das Bundes-Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“ umfasst insgesamt 150 Mio. Euro, die zum Teil auch in Beratungsangebote fließen sollen. Das erste Förderfenster lief im Dezember 2020 aus, weitere sollen folgen. Bislang seien fast 93 Mio. Euro beantragt worden, die Hälfte der insgesamt 600 Anträge entfalle auf Vereine, Stiftungen und gemeinnützige Einrichtungen, so das Ministerium.

Der Leiter der Kurt-Klay-Grundschule, der Samtgemeinde Lutter am Barenberge (Niedersachsen) berichtete von unerträglicher Hitze in den Klassenräumen wegen der Sonneneinstrahlung. Sein Haus werde nun Rollos an den Fenstern bekommen, sagte Bodo Mahns. Auch das ASB Pflegeheim „Am Weinberg“ in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) will sein Gebäude mit solarbetriebenen Rollläden verschatten und mit einer Überdachung den Garten auch bei Sonne wieder nutzbar machen.
 
Bodo Mahns aus Niedersachsen und Bundesumweltministerin
Svenja Schulze bei der Online-Übergabe des Förderschecks
Bild: BMU

Zeit, Geld und Wissen fehlen

Umweltministerin Schulze betonte, wie schwer es für Einrichtungen im Gesundheits- und Sozialwesen sei, mit den Härten des Klimawandels zurechtzukommen. „Der Klimawandel ist wirklich in Deutschland angekommen“, sagte Schulze. Besonders extreme Hitze aber auch Überschwemmungen schädigten die Umwelt und die Menschen. So seien etwa Schlafmangel und Kreislauferkrankungen häufig die Folgen der Klimaveränderung. Besonders Menschen in Alten- und Pflegeheimen oder in Kitas und Krankenhäusern seien betroffen.

Den Einrichtungen fehle Zeit, Geld und Wissen, um sich gegen die Auswirkungen des Klimawandels zu wappnen. „Darum freuen wir uns, dass unser Förderprogramm, das auch Beratungsleistungen beinhaltet, so gut angenommen wird“, sagte Schulze. Auch Einrichtungen, in denen Geflüchtete oder Obdachlose unterkommen, hätten diese Sorgen und die Corona-Pandemie habe ihre Lage noch weiter verschärft. Umso wichtiger sei es, sich für die Zukunft zu wappnen. Ein weiteres Förderfensters sei daher geplant und werde rechtzeitig bekanntgegeben.

Das Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen"   steht im Internet bereit.
 

Susanne Harmsen
Redakteurin
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Donnerstag, 22.04.2021, 13:27 Uhr

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