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Russland hat den Verkauf und die Übertragung von Anteilen an russischen Windenergieunternehmen genehmigt.
Hintergrund ist die Auflösung der bisherigen Investitionspartnerschaft des Wind Energy Development Fund. Der entsprechende Erlass wurde nach Agenturberichten auf dem offiziellen russischen Rechtsportal veröffentlicht.
Der Wind Energy Development Fund wurde 2017 gemeinsam vom finnischen Energiekonzern Fortum (über dessen russische Tochter Forward Energo) und der russischen Staatsgesellschaft Rusnano gegründet. Beide Partner hielten jeweils 50 Prozent an dem Fonds, der Projekte im Bereich erneuerbarer Energien mit einer Gesamtleistung von 1.823 MW finanzierte. Verwaltet wurde der Fonds über die Vetroenergetika Management Company.
2021 beschlossen Fortum und Rusnano, ihre gemeinsame Beteiligung aufzulösen. Fortum plante anschließend ein neues Gemeinschaftsunternehmen mit der Gazprombank, das Windenergieprojekte mit einer Leistung von knapp 1.300 MW übernehmen sollte. Rusnano wollte parallel weitere Projekte mit einer Gesamtleistung von rund 1.400 MW fortführen.
Fortum gehörte zu den größten ausländischen Investoren in der russischen Stromwirtschaft und war auch im Windenergiesektor stark engagiert. Nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs wurden zentrale Vermögenswerte des Unternehmens in Russland unter staatliche Verwaltung gestellt. 2023 schrieb Fortum seine russischen Beteiligungen vollständig ab und nahm sie aus seiner Konzernbilanz heraus.
Forward Energo ist dennoch weiterhin auf dem russischen Markt für erneuerbare Energien aktiv. (ak)
Donnerstag, 6.08.2026, 15:11 Uhr
Andrea Kraus
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