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Energie & Management > Wasserkraft - Wenig Wasser macht dem Verbund zu schaffen
Quelle: Pixabay / Thomas Ehrhardt
Wasserkraft

Wenig Wasser macht dem Verbund zu schaffen

Der Energiekonzern aus Österreich hat aufgrund des trockenen ersten Halbjahres weniger mit seinen Kraftwerken verdient.
Eine schwache Wasserführung und rückläufige Absatzpreise wirken sich erheblich auf den Gewinn des österreichischen Verbund aus. Wie der Konzern mit Sitz in Wien mitteilte, sank in den ersten sechs Monaten das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) um knapp 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Auch der Umsatz ging um 11 Prozent zurück. Von 4,04 Milliarden Euro auf 3,59 Milliarden Euro. Das Ebitda sank gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 24,9 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro. Das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis lag mit 537,8 Millionen Euro um 31,4 Prozent unter dem Wert des Vorjahres, so das Unternehmen.

Wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung hatte die im Vergleich zum Vorjahr deutlich schwächere Wasserführung. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft verringerte sich um 1,21 Milliarden kWh beziehungsweise 9,8 Prozent auf 11,19 Milliarden kWh. Gleichzeitig fiel der durchschnittlich erzielte Absatzpreis für die Eigenerzeugung aus Wasserkraft um 31 Euro je MWh auf 86,2 Euro je MWh. Verbund verweist darauf, dass der Vergleichswert des Vorjahres durch außergewöhnlich hohe Marktpreise in den ersten beiden Quartalen 2025 geprägt gewesen sei.

Demgegenüber entwickelte sich die Stromerzeugung aus Windkraft und Photovoltaik positiv. Sie stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 109 Millionen kWh auf 1,17 Milliarden kWh. Auch außerhalb der Erzeugung konnten einzelne Geschäftsbereiche die rückläufigen Beiträge aus der Wasserkraft teilweise kompensieren.

Nach Unternehmensangaben verbesserten sich die Ergebnisse im Netzgeschäft, im Vertrieb sowie in den sonstigen Segmenten. Ausschlaggebend seien unter anderem höhere Erträge aus dem Gasfernleitungsnetz, gestiegene Beiträge aus dem Endkundengeschäft sowie eine günstige Entwicklung des thermischen Erzeugungsportfolios infolge hoher Marktspreads, insbesondere zu Jahresbeginn.

Für das Gesamtjahr 2026 hält Verbund an seiner Prognose fest. Das Unternehmen erwartet ein Ebitda zwischen 2,1 Milliarden Euro und 2,4 Milliarden Euro. Das bereinigte Konzernergebnis soll zwischen 1,05 Milliarden Euro und 1,2 Milliarden Euro liegen. (sag)

Donnerstag, 30.07.2026, 14:33 Uhr
Stefan Sagmeister
Energie & Management > Wasserkraft - Wenig Wasser macht dem Verbund zu schaffen
Quelle: Pixabay / Thomas Ehrhardt
Wasserkraft
Wenig Wasser macht dem Verbund zu schaffen
Der Energiekonzern aus Österreich hat aufgrund des trockenen ersten Halbjahres weniger mit seinen Kraftwerken verdient.
Eine schwache Wasserführung und rückläufige Absatzpreise wirken sich erheblich auf den Gewinn des österreichischen Verbund aus. Wie der Konzern mit Sitz in Wien mitteilte, sank in den ersten sechs Monaten das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) um knapp 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Auch der Umsatz ging um 11 Prozent zurück. Von 4,04 Milliarden Euro auf 3,59 Milliarden Euro. Das Ebitda sank gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 24,9 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro. Das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis lag mit 537,8 Millionen Euro um 31,4 Prozent unter dem Wert des Vorjahres, so das Unternehmen.

Wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung hatte die im Vergleich zum Vorjahr deutlich schwächere Wasserführung. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft verringerte sich um 1,21 Milliarden kWh beziehungsweise 9,8 Prozent auf 11,19 Milliarden kWh. Gleichzeitig fiel der durchschnittlich erzielte Absatzpreis für die Eigenerzeugung aus Wasserkraft um 31 Euro je MWh auf 86,2 Euro je MWh. Verbund verweist darauf, dass der Vergleichswert des Vorjahres durch außergewöhnlich hohe Marktpreise in den ersten beiden Quartalen 2025 geprägt gewesen sei.

Demgegenüber entwickelte sich die Stromerzeugung aus Windkraft und Photovoltaik positiv. Sie stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 109 Millionen kWh auf 1,17 Milliarden kWh. Auch außerhalb der Erzeugung konnten einzelne Geschäftsbereiche die rückläufigen Beiträge aus der Wasserkraft teilweise kompensieren.

Nach Unternehmensangaben verbesserten sich die Ergebnisse im Netzgeschäft, im Vertrieb sowie in den sonstigen Segmenten. Ausschlaggebend seien unter anderem höhere Erträge aus dem Gasfernleitungsnetz, gestiegene Beiträge aus dem Endkundengeschäft sowie eine günstige Entwicklung des thermischen Erzeugungsportfolios infolge hoher Marktspreads, insbesondere zu Jahresbeginn.

Für das Gesamtjahr 2026 hält Verbund an seiner Prognose fest. Das Unternehmen erwartet ein Ebitda zwischen 2,1 Milliarden Euro und 2,4 Milliarden Euro. Das bereinigte Konzernergebnis soll zwischen 1,05 Milliarden Euro und 1,2 Milliarden Euro liegen. (sag)

Donnerstag, 30.07.2026, 14:33 Uhr
Stefan Sagmeister

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