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Energie & Management > Stromnetz - Uckermarkleitung kommt voran
Die Uckermarkleitung alt (rechts) und neu. Quelle 50 Hertz/Jan Pauls
Stromnetz

Uckermarkleitung kommt voran

Ein wichtiger Abschnitt der Uckermarkleitung in der Nähe von Berlin steht jetzt unter Strom.
Die neue 380-kV-Verbindung löst die 220-kV-Leitung aus dem Jahr 1958 ab und ist erheblich leistungsfähiger. Das am 27. März in Betrieb gegangene, rund 90 Kilometer lange Teilstück verläuft zwischen den Umspannwerken Vierraden in Brandenburg und Neuenhagen bei Berlin.

Wie der Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz mitteilt, hatten die Bauarbeiten an dem Abschnitt zwischen Britz und Vierraden Anfang Juli 2022 begonnen. In nur 20 Monaten wurden insgesamt 136 Masten errichtet, mit Armaturen versehen und Leiterseile gezogen.

„Die Inbetriebnahme mit 380 kV ist enorm wichtig für die Netzintegration in Europa, insbesondere für unsere östlichen Nachbarn Polen, die baltischen Staaten und die Ukraine“, erklärte dazu Stefan Kapferer, Vorsitzender der Geschäftsführung von 50 Hertz. In diesem Jahr soll dann auch noch der letzte Schritt realisieren werden: der Anschluss ans Umspannwerk Bertikow. Damit, so Kapferer erhöhen sich die Transportkapazitäten signifikant, zugleich werde der Netzengpass für den grünen Strom aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern beseitigt. „Nach 19 Jahren kommt die Geschichte der Uckermarkleitung nun also doch noch zu einem guten Ende.“

Der Bau der Uckermarkleitung wurde in drei Etappen aufgeteilt. Bereits während der Klage gegen den Planergänzungsbeschluss des Projektes konnte der Übertragungsnetzbetreiber Ende 2020 mit dem Ersatzneubau zwischen dem Umspannwerk Neuenhagen und der Ortschaft Britz beginnen. Hier wurde die neue Uckermarkleitung parallel zur alten Bestandsleitung errichtet.

Das war möglich, weil sich die Klage auf den in weiten Teilen neu trassierten Bereich zwischen dem Umspannwerk Bertikow und Britz bezog. Dabei ging es um die Frage, ob seltene Vogelarten in ihrem Bestand gefährdet sein könnten. In der ersten Etappe wurden auf 46 Kilometern Länge rund 120 Masten errichten und im Oktober 2022 zunächst mit 220 kV in Betrieb genommen.

Mit Abschluss der zweiten Etappe kann jetzt die Umstellung von 220 auf 380 kV zwischen den Umspannwerken Vierraden und Neuenhagen erfolgen. Bis zum Jahresende soll schließlich die dritte und letzte Etappe zwischen den Umspannwerken Bertikow und Vierraden in Betrieb gehen. Die Bauarbeiten dazu sind bereits weit fortgeschritten.

Mittwoch, 27.03.2024, 13:50 Uhr
Gnter Drewnitzky
Energie & Management > Stromnetz - Uckermarkleitung kommt voran
Die Uckermarkleitung alt (rechts) und neu. Quelle 50 Hertz/Jan Pauls
Stromnetz
Uckermarkleitung kommt voran
Ein wichtiger Abschnitt der Uckermarkleitung in der Nähe von Berlin steht jetzt unter Strom.
Die neue 380-kV-Verbindung löst die 220-kV-Leitung aus dem Jahr 1958 ab und ist erheblich leistungsfähiger. Das am 27. März in Betrieb gegangene, rund 90 Kilometer lange Teilstück verläuft zwischen den Umspannwerken Vierraden in Brandenburg und Neuenhagen bei Berlin.

Wie der Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz mitteilt, hatten die Bauarbeiten an dem Abschnitt zwischen Britz und Vierraden Anfang Juli 2022 begonnen. In nur 20 Monaten wurden insgesamt 136 Masten errichtet, mit Armaturen versehen und Leiterseile gezogen.

„Die Inbetriebnahme mit 380 kV ist enorm wichtig für die Netzintegration in Europa, insbesondere für unsere östlichen Nachbarn Polen, die baltischen Staaten und die Ukraine“, erklärte dazu Stefan Kapferer, Vorsitzender der Geschäftsführung von 50 Hertz. In diesem Jahr soll dann auch noch der letzte Schritt realisieren werden: der Anschluss ans Umspannwerk Bertikow. Damit, so Kapferer erhöhen sich die Transportkapazitäten signifikant, zugleich werde der Netzengpass für den grünen Strom aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern beseitigt. „Nach 19 Jahren kommt die Geschichte der Uckermarkleitung nun also doch noch zu einem guten Ende.“

Der Bau der Uckermarkleitung wurde in drei Etappen aufgeteilt. Bereits während der Klage gegen den Planergänzungsbeschluss des Projektes konnte der Übertragungsnetzbetreiber Ende 2020 mit dem Ersatzneubau zwischen dem Umspannwerk Neuenhagen und der Ortschaft Britz beginnen. Hier wurde die neue Uckermarkleitung parallel zur alten Bestandsleitung errichtet.

Das war möglich, weil sich die Klage auf den in weiten Teilen neu trassierten Bereich zwischen dem Umspannwerk Bertikow und Britz bezog. Dabei ging es um die Frage, ob seltene Vogelarten in ihrem Bestand gefährdet sein könnten. In der ersten Etappe wurden auf 46 Kilometern Länge rund 120 Masten errichten und im Oktober 2022 zunächst mit 220 kV in Betrieb genommen.

Mit Abschluss der zweiten Etappe kann jetzt die Umstellung von 220 auf 380 kV zwischen den Umspannwerken Vierraden und Neuenhagen erfolgen. Bis zum Jahresende soll schließlich die dritte und letzte Etappe zwischen den Umspannwerken Bertikow und Vierraden in Betrieb gehen. Die Bauarbeiten dazu sind bereits weit fortgeschritten.

Mittwoch, 27.03.2024, 13:50 Uhr
Gnter Drewnitzky

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