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Energie & Management > Veranstaltung - The smarter E Europe rückt Systemintegration in den Fokus
Großer Besucheransturm auf The smarter E Europe 2026. Quelle: Solar Promotion
Veranstaltung

The smarter E Europe rückt Systemintegration in den Fokus

„The smarter E Europe“ präsentierte eine Studie des ISE zu einem vollständig erneuerbaren Energiesystem. Sie stellt die Systemintegration von Erzeugung und Verbrauch in den Mittelpunkt.
Mit der Vorstellung einer neuen Energiesystemstudie hat die Fachmesse The smarter E Europe am 23. Juni in München begonnen. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) präsentierte die Untersuchung „Kostenoptimale Transformation des deutschen Energiesystems bis 2045 – Weichenstellungen für ein zuverlässiges, resilientes und klimaneutrales Energiesystem 24/7“. Die Studie entstand im Auftrag der Messeveranstalter und analysiert die Voraussetzungen für eine vollständig erneuerbare Energieversorgung in Deutschland.

Nach Angaben des Fraunhofer ISE kann ein Energiesystem auf Basis erneuerbarer Energien auch ohne fossile Energieträger zuverlässig betrieben werden. Dafür seien ein Zusammenspiel aus Stromnetzen, Batteriespeichern, flexiblen Verbrauchern sowie regelbaren Kraftwerken erforderlich, die mit klimaneutralen Gasen betrieben werden. Laut der Studie ergänzen sich Wind- und Solarenergie zeitlich so, dass Versorgungslücken weitgehend ausgeglichen werden können.

Die Wissenschaftler gehen zudem davon aus, dass eine stärkere Nutzung heimischer Energiequellen die Abhängigkeit von Energieimporten reduziert. Dies könne die Anfälligkeit gegenüber geopolitischen Krisen und Preisschwankungen auf den internationalen Rohstoffmärkten verringern.

Erneuerbare rund um die Uhr als Schwerpunkt

Im Mittelpunkt der Messe steht in diesem Jahr das Leitmotiv „Renewables 24/7“. Eine Sonderschau in Halle C5 soll die Zusammenhänge zwischen Stromerzeugung, Speicherung, Verteilung und Verbrauch veranschaulichen. Die Ausstellung gliedert sich in die Bereiche Industrie, Gewerbe, Wohnen und Mobilität. Thematisiert werden unter anderem Netzintegration, Speichertechnologien, Wasserstoffanwendungen sowie der Umgang mit schwankender erneuerbarer Stromerzeugung und zeitweisen Stromüberschüssen.

Begleitend zur Ausstellung fand eine Podiumsdiskussion zur Umsetzbarkeit eines vollständig erneuerbaren Energiesystems statt. Zu den angekündigten Teilnehmern gehören Michael Kellner, Ursula Heinen-Esser, Christian Stöcker und Luisa Neubauer. Im Fokus standen regulatorische und administrative Hürden beim Ausbau erneuerbarer Energien.

E-Mobilität und Wasserstoff

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung ist die Elektromobilität. In der sogenannten „Bidirectional Zone“ in Halle C6 zeigen Unternehmen Anwendungen für bidirektionales Laden und intelligentes Lademanagement. Zudem soll dort die Studie „Plug, Store, Profit – Wirtschaftliche Potenziale bidirektionaler Flotten“ vorgestellt werden. Mit den erstmals angebotenen „Fleet Transformation Days“ richtet sich die Messe darüber hinaus an Unternehmen, die elektrische Fahrzeugflotten und Ladeinfrastruktur aufbauen wollen.

Auch die Wasserstoffwirtschaft erhält auf der diesjährigen Veranstaltung mehr Raum. Der Bereich „Hydrogen Dialogue Forum & Expo“ in Halle B2 beschäftigt sich mit Technologien und Marktentwicklungen rund um grünen Wasserstoff. Ergänzend dazu findet am 24. und 25. Juni der Hydrogen Dialogue Summit statt.

Zum weiteren Fachprogramm gehören Themen wie Großbatteriespeicher, Netzstabilität, Demand-Side-Flexibility, digitale Zwillinge, negative Strompreise und Photovoltaik-Hybridkraftwerke. Insgesamt umfasst das Rahmenprogramm vier Fachkonferenzen und sieben Messeforen.

Sektorintegration ermöglichen

Nach Angaben der Veranstalter präsentieren bis zum 25. Juni rund 2.800 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen auf dem vollständig belegten Messegelände in München. Erwartet werden mehr als 100.000 Fachbesucher aus dem In- und Ausland.

Die inhaltliche Ausrichtung der Messe verdeutlicht die aktuellen Schwerpunkte der Energiewirtschaft. Neben dem Ausbau von Wind- und Solarenergie gewinnen Fragen der Systemintegration, der Flexibilisierung von Verbrauch und Erzeugung sowie der Einsatz von Speichern zunehmend an Bedeutung. Auch die sektorübergreifende Elektrifizierung von Wärme, Verkehr und Industrie gehört zu den zentralen Themen der Branche.

Die Fraunhofer-ISE-Studie steht gegen Registrierung kostenfrei zum Download bereit.

Dienstag, 23.06.2026, 13:34 Uhr
Susanne Harmsen
Energie & Management > Veranstaltung - The smarter E Europe rückt Systemintegration in den Fokus
Großer Besucheransturm auf The smarter E Europe 2026. Quelle: Solar Promotion
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The smarter E Europe rückt Systemintegration in den Fokus
„The smarter E Europe“ präsentierte eine Studie des ISE zu einem vollständig erneuerbaren Energiesystem. Sie stellt die Systemintegration von Erzeugung und Verbrauch in den Mittelpunkt.
Mit der Vorstellung einer neuen Energiesystemstudie hat die Fachmesse The smarter E Europe am 23. Juni in München begonnen. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) präsentierte die Untersuchung „Kostenoptimale Transformation des deutschen Energiesystems bis 2045 – Weichenstellungen für ein zuverlässiges, resilientes und klimaneutrales Energiesystem 24/7“. Die Studie entstand im Auftrag der Messeveranstalter und analysiert die Voraussetzungen für eine vollständig erneuerbare Energieversorgung in Deutschland.

Nach Angaben des Fraunhofer ISE kann ein Energiesystem auf Basis erneuerbarer Energien auch ohne fossile Energieträger zuverlässig betrieben werden. Dafür seien ein Zusammenspiel aus Stromnetzen, Batteriespeichern, flexiblen Verbrauchern sowie regelbaren Kraftwerken erforderlich, die mit klimaneutralen Gasen betrieben werden. Laut der Studie ergänzen sich Wind- und Solarenergie zeitlich so, dass Versorgungslücken weitgehend ausgeglichen werden können.

Die Wissenschaftler gehen zudem davon aus, dass eine stärkere Nutzung heimischer Energiequellen die Abhängigkeit von Energieimporten reduziert. Dies könne die Anfälligkeit gegenüber geopolitischen Krisen und Preisschwankungen auf den internationalen Rohstoffmärkten verringern.

Erneuerbare rund um die Uhr als Schwerpunkt

Im Mittelpunkt der Messe steht in diesem Jahr das Leitmotiv „Renewables 24/7“. Eine Sonderschau in Halle C5 soll die Zusammenhänge zwischen Stromerzeugung, Speicherung, Verteilung und Verbrauch veranschaulichen. Die Ausstellung gliedert sich in die Bereiche Industrie, Gewerbe, Wohnen und Mobilität. Thematisiert werden unter anderem Netzintegration, Speichertechnologien, Wasserstoffanwendungen sowie der Umgang mit schwankender erneuerbarer Stromerzeugung und zeitweisen Stromüberschüssen.

Begleitend zur Ausstellung fand eine Podiumsdiskussion zur Umsetzbarkeit eines vollständig erneuerbaren Energiesystems statt. Zu den angekündigten Teilnehmern gehören Michael Kellner, Ursula Heinen-Esser, Christian Stöcker und Luisa Neubauer. Im Fokus standen regulatorische und administrative Hürden beim Ausbau erneuerbarer Energien.

E-Mobilität und Wasserstoff

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung ist die Elektromobilität. In der sogenannten „Bidirectional Zone“ in Halle C6 zeigen Unternehmen Anwendungen für bidirektionales Laden und intelligentes Lademanagement. Zudem soll dort die Studie „Plug, Store, Profit – Wirtschaftliche Potenziale bidirektionaler Flotten“ vorgestellt werden. Mit den erstmals angebotenen „Fleet Transformation Days“ richtet sich die Messe darüber hinaus an Unternehmen, die elektrische Fahrzeugflotten und Ladeinfrastruktur aufbauen wollen.

Auch die Wasserstoffwirtschaft erhält auf der diesjährigen Veranstaltung mehr Raum. Der Bereich „Hydrogen Dialogue Forum & Expo“ in Halle B2 beschäftigt sich mit Technologien und Marktentwicklungen rund um grünen Wasserstoff. Ergänzend dazu findet am 24. und 25. Juni der Hydrogen Dialogue Summit statt.

Zum weiteren Fachprogramm gehören Themen wie Großbatteriespeicher, Netzstabilität, Demand-Side-Flexibility, digitale Zwillinge, negative Strompreise und Photovoltaik-Hybridkraftwerke. Insgesamt umfasst das Rahmenprogramm vier Fachkonferenzen und sieben Messeforen.

Sektorintegration ermöglichen

Nach Angaben der Veranstalter präsentieren bis zum 25. Juni rund 2.800 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen auf dem vollständig belegten Messegelände in München. Erwartet werden mehr als 100.000 Fachbesucher aus dem In- und Ausland.

Die inhaltliche Ausrichtung der Messe verdeutlicht die aktuellen Schwerpunkte der Energiewirtschaft. Neben dem Ausbau von Wind- und Solarenergie gewinnen Fragen der Systemintegration, der Flexibilisierung von Verbrauch und Erzeugung sowie der Einsatz von Speichern zunehmend an Bedeutung. Auch die sektorübergreifende Elektrifizierung von Wärme, Verkehr und Industrie gehört zu den zentralen Themen der Branche.

Die Fraunhofer-ISE-Studie steht gegen Registrierung kostenfrei zum Download bereit.

Dienstag, 23.06.2026, 13:34 Uhr
Susanne Harmsen

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