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Energie & Management > Gaskraftwerke - Schweizer BKW will in deutsches H2-Kraftwerk investieren
Quelle: Fotolia / Ralf Urner
Gaskraftwerke

Schweizer BKW will in deutsches H2-Kraftwerk investieren

Die BKW plant, sich an einem Gaskraftwerk der Trianel am Standort Hamm in Nordrhein-Westfalen zu beteiligen.
Der Schweizer Energiekonzern BKW mit Sitz in Bern strebt eine Beteiligung von 40 Prozent an einem geplanten H2-fähigen Gaskraftwerk an. Das Unternehmen möchte zusammen mit der Aachener Stadtwerkekooperation Trianel das Projekt am Standort Hamm in Nordrhein-Westfalen entwickeln.

Die Trianel betreibt in Hamm seit 2007 ein Gaskraftwerk, bestehend aus zwei Blöcken mit jeweils rund 400 MW. „Der Standort bietet ideale Voraussetzungen: ausreichend Fläche, bestehende Netz- und Gasanschlüsse sowie eine gut ausgebaute Infrastruktur“, schreibt die BKW.

Das nun genannte Projekt soll an den von der Bundesregierung geplanten Ausschreibungen teilnehmen. In Deutschland sollen noch im laufenden Jahr insgesamt 12 GW an neuen, flexiblen Gaskraftwerkskapazitäten verauktioniert werden. Vorgesehen ist, dass die Anlagen wasserstofffähig ausgelegt sind.

„Die Projektpartner sind zuversichtlich, dass ihr Vorhaben in Hamm die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme erfüllt“, so die BKW weiter. Das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin meldete kürzlich eine Grundsatzeinigung mit der EU-Kommission; die beihilferechtliche Genehmigung ist damit aber noch nicht vollständig abgeschlossen (wir berichteten).

Die geplante Beteiligung am Projekt in Hamm ist Teil der strategischen Neuausrichtung der BKW hin zu flexiblerer und weniger CO2-intensiver Stromerzeugung. In einer Ad-hoc-Mitteilung meldet die BKW indiesem Zusammenhang eine Wertberichtigung von rund 110 Millionen Franken (118 Millionen Euro) auf die 33-Prozent-Beteiligung der BKW am Kohlekraftwerk Wilhelmshaven in Niedersachsen.

Grundsätzlich sind Gaskraftwerke aufgrund kürzerer Anfahrzeiten besser geeignet, kurzfristige Schwankungen von Erzeugung und Nachfrage auszugleichen. Die BKW rechnet damit, dass Gaskraftwerke angesichts künftiger Gas- und CO2-Preise wirtschaftlich konkurrenzfähiger betrieben werden können als Kohlekraftwerke. Perspektivisch sollen die neuen Anlagen schrittweise mit Wasserstoff betrieben werden können.

Freitag, 23.01.2026, 16:33 Uhr
Stefan Sagmeister
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Die BKW plant, sich an einem Gaskraftwerk der Trianel am Standort Hamm in Nordrhein-Westfalen zu beteiligen.
Der Schweizer Energiekonzern BKW mit Sitz in Bern strebt eine Beteiligung von 40 Prozent an einem geplanten H2-fähigen Gaskraftwerk an. Das Unternehmen möchte zusammen mit der Aachener Stadtwerkekooperation Trianel das Projekt am Standort Hamm in Nordrhein-Westfalen entwickeln.

Die Trianel betreibt in Hamm seit 2007 ein Gaskraftwerk, bestehend aus zwei Blöcken mit jeweils rund 400 MW. „Der Standort bietet ideale Voraussetzungen: ausreichend Fläche, bestehende Netz- und Gasanschlüsse sowie eine gut ausgebaute Infrastruktur“, schreibt die BKW.

Das nun genannte Projekt soll an den von der Bundesregierung geplanten Ausschreibungen teilnehmen. In Deutschland sollen noch im laufenden Jahr insgesamt 12 GW an neuen, flexiblen Gaskraftwerkskapazitäten verauktioniert werden. Vorgesehen ist, dass die Anlagen wasserstofffähig ausgelegt sind.

„Die Projektpartner sind zuversichtlich, dass ihr Vorhaben in Hamm die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme erfüllt“, so die BKW weiter. Das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin meldete kürzlich eine Grundsatzeinigung mit der EU-Kommission; die beihilferechtliche Genehmigung ist damit aber noch nicht vollständig abgeschlossen (wir berichteten).

Die geplante Beteiligung am Projekt in Hamm ist Teil der strategischen Neuausrichtung der BKW hin zu flexiblerer und weniger CO2-intensiver Stromerzeugung. In einer Ad-hoc-Mitteilung meldet die BKW indiesem Zusammenhang eine Wertberichtigung von rund 110 Millionen Franken (118 Millionen Euro) auf die 33-Prozent-Beteiligung der BKW am Kohlekraftwerk Wilhelmshaven in Niedersachsen.

Grundsätzlich sind Gaskraftwerke aufgrund kürzerer Anfahrzeiten besser geeignet, kurzfristige Schwankungen von Erzeugung und Nachfrage auszugleichen. Die BKW rechnet damit, dass Gaskraftwerke angesichts künftiger Gas- und CO2-Preise wirtschaftlich konkurrenzfähiger betrieben werden können als Kohlekraftwerke. Perspektivisch sollen die neuen Anlagen schrittweise mit Wasserstoff betrieben werden können.

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