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Energie & Management > E&M Vor 20 Jahren - RWE will Biblis A länger laufen lassen
Kernkraftwerk Biblis (Bild von 2010). Quelle: RWE
E&M Vor 20 Jahren

RWE will Biblis A länger laufen lassen

Vor 20 Jahren stritt die Politik noch über längere Laufzeiten für Kernkraftwerke. RWE wollte damals Biblis A mithilfe von Reststrommengen bis 2011 weiterbetreiben.
Die Essener RWE Power AG hat am 26. September beim Bundesumweltministerium einen Antrag zur Strommengen-Übertragung vom Atommeiler Mühlheim-Kärlich auf den Reaktorblock A des Kernkraftwerks Biblis gestellt.
 
RWE will nach Unternehmensangaben 30 Mrd. kWh aus dem Stromkontingent des im Rückbau befindlichen Kernkraftwerks Mülheim-Kärlich auf die Bibliser Anlage übertragen. Durch diese Maßnahme soll die Laufzeit von Block A nicht 2008 enden, sondern bis in die zweite Jahreshälfte 2011 verlängert werden. „Somit wäre eine Angleichung an die Laufzeit von Block B möglich, der unter Berücksichtung einer zustimmungsfreien Übertragung von 21,45 Terawattstunden aus dem so genannten Mülheim-Kärlich-Kontingent voraussichtlich bis in die zweite Jahreshälfte 2011 betrieben werden kann“, heißt es aus Essen.

Mit der Vereinbarung vom 14. Juni 2000 haben sich die Bundesregierung und die Energieversorgungsunternehmen darauf verständigt, die künftige Nutzung der vorhandenen Kernkraftwerke zu befristen und für die verbleibende Nutzungsdauer den sicheren Betrieb der Kernkraftwerke wie auch deren Entsorgung zu gewährleisten.

Für die Stilllegung des im Rückbau befindlichen Kernkraftwerks Mühlheim-Kärlich erhielt RWE damals als Ausgleich die Möglichkeit, eine Strommenge von 107,25 Mrd. kWh auf andere Atommeiler zu übertragen. „Die Kernenergie wird nach unserer Auffassung weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung des Landes leisten“, erklärte Jan Zilius, Vorstandsvorsitzender der RWE Power AG.

Das Bundesumweltministerium kündigte an, zunächst zu prüfen, ob der gestellte Antrag überhaupt rechtlich begründet ist. Dabei will sich Bundesumweltminister Sigmar Gabriel nicht unter Zeitdruck setzen lassen: „Fristsetzungen gibt es für die Betreiber, nicht für die Behörde.“

Sonntag, 13.09.2026, 15:13 Uhr
Michael Pecka
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Kernkraftwerk Biblis (Bild von 2010). Quelle: RWE
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Vor 20 Jahren stritt die Politik noch über längere Laufzeiten für Kernkraftwerke. RWE wollte damals Biblis A mithilfe von Reststrommengen bis 2011 weiterbetreiben.
Die Essener RWE Power AG hat am 26. September beim Bundesumweltministerium einen Antrag zur Strommengen-Übertragung vom Atommeiler Mühlheim-Kärlich auf den Reaktorblock A des Kernkraftwerks Biblis gestellt.
 
RWE will nach Unternehmensangaben 30 Mrd. kWh aus dem Stromkontingent des im Rückbau befindlichen Kernkraftwerks Mülheim-Kärlich auf die Bibliser Anlage übertragen. Durch diese Maßnahme soll die Laufzeit von Block A nicht 2008 enden, sondern bis in die zweite Jahreshälfte 2011 verlängert werden. „Somit wäre eine Angleichung an die Laufzeit von Block B möglich, der unter Berücksichtung einer zustimmungsfreien Übertragung von 21,45 Terawattstunden aus dem so genannten Mülheim-Kärlich-Kontingent voraussichtlich bis in die zweite Jahreshälfte 2011 betrieben werden kann“, heißt es aus Essen.

Mit der Vereinbarung vom 14. Juni 2000 haben sich die Bundesregierung und die Energieversorgungsunternehmen darauf verständigt, die künftige Nutzung der vorhandenen Kernkraftwerke zu befristen und für die verbleibende Nutzungsdauer den sicheren Betrieb der Kernkraftwerke wie auch deren Entsorgung zu gewährleisten.

Für die Stilllegung des im Rückbau befindlichen Kernkraftwerks Mühlheim-Kärlich erhielt RWE damals als Ausgleich die Möglichkeit, eine Strommenge von 107,25 Mrd. kWh auf andere Atommeiler zu übertragen. „Die Kernenergie wird nach unserer Auffassung weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung des Landes leisten“, erklärte Jan Zilius, Vorstandsvorsitzender der RWE Power AG.

Das Bundesumweltministerium kündigte an, zunächst zu prüfen, ob der gestellte Antrag überhaupt rechtlich begründet ist. Dabei will sich Bundesumweltminister Sigmar Gabriel nicht unter Zeitdruck setzen lassen: „Fristsetzungen gibt es für die Betreiber, nicht für die Behörde.“

Sonntag, 13.09.2026, 15:13 Uhr
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