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Energie & Management > Kernkraft - Rückbau von Isar 1 geht in die nächste Runde
Kernkraftwerk Isar bei Landshut. Quelle: Preussen Elektra
Kernkraft

Rückbau von Isar 1 geht in die nächste Runde

Preussen Elektra hat vom Bayerischen Umweltministerium die zweite und damit letzte Genehmigung für den Rückbau von Blocks 1 des Kernkraftwerks Isar (KKI 1) erhalten.
Michael Bongartz, Geschäftsführer Stilllegung und Rückbau bei Preussen Elektra, verweist in einer Unternehmensmitteilung darauf, dass die mehrjährigen Genehmigungsverfahren zur Stilllegung und zum Rückbau von Isar 1 mit großem Aufwand verbunden waren. Die Stilllegungs- und erste Abbaugenehmigung war im Mai 2012 beantragt und im Januar 2017 erteilt worden.

Die nun erteilte zweite, finale Abbaugenehmigung hatte Preussen Elektra im Januar 2020 beantragt. Mit dieser Genehmigung können jetzt der Reaktordruckbehälter und der ihn umgebende Biologische Schild abgebaut werden. Thomas Erbacher, Leiter des Rückbaus, betonte, dass man die Genehmigung rechtzeitig und passend zu den Planungen erhalten habe. „Für uns bedeutet dies, dass wir den Rückbau nahtlos fortsetzen können.“

Im März 2023 hat dasTeam im KKI 1 die Marke von 10.000 Tonnen Demontagemasse geknackt und damit bereits fast die Hälfte aller Anlagenteile aus dem Reaktorgebäude und dem Maschinenhaus abgebaut. „Wir schaffen aktuell deutlich über 2.000 Tonnen Material pro Jahr aus der Anlage heraus. Das ist ein Spitzenwert im Vergleich mit allen Rückbauanlagen in Deutschland – damit ist der Rückbau im KKI 1 voll im Plan“, erklärte Erbacher.

Die Bearbeitung der demontierten Materialien erfolgt schrittweise: Die meisten Komponenten werden im Reststoffbehandlungszentrum zerlegt, gereinigt, mehrfach gemessen und nach der behördlichen Freigabe entsorgt oder dem Wertstoffkreislauf zugeführt. Der kleinere Anteil der demontierten Komponenten wird bis zur Endlagerung im KKI zwischengelagert.

Der nun bevorstehende Abbau des Reaktordruckbehälters gilt als Höhepunkt im Rückbauverlauf. Dabei wird der 565 Tonnen schwere und 21 Meter hohe Behälter in monatelanger Arbeit mittels Sägetechnik in handhabbare Stücke zerlegt, konditioniert und anschließend endlagergerecht verpackt. Diese Arbeiten sollen im Januar 2024 beginnen und etwa 14 Monate dauern.

Dienstag, 28.11.2023, 13:00 Uhr
Gnter Drewnitzky
Energie & Management > Kernkraft - Rückbau von Isar 1 geht in die nächste Runde
Kernkraftwerk Isar bei Landshut. Quelle: Preussen Elektra
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Rückbau von Isar 1 geht in die nächste Runde
Preussen Elektra hat vom Bayerischen Umweltministerium die zweite und damit letzte Genehmigung für den Rückbau von Blocks 1 des Kernkraftwerks Isar (KKI 1) erhalten.
Michael Bongartz, Geschäftsführer Stilllegung und Rückbau bei Preussen Elektra, verweist in einer Unternehmensmitteilung darauf, dass die mehrjährigen Genehmigungsverfahren zur Stilllegung und zum Rückbau von Isar 1 mit großem Aufwand verbunden waren. Die Stilllegungs- und erste Abbaugenehmigung war im Mai 2012 beantragt und im Januar 2017 erteilt worden.

Die nun erteilte zweite, finale Abbaugenehmigung hatte Preussen Elektra im Januar 2020 beantragt. Mit dieser Genehmigung können jetzt der Reaktordruckbehälter und der ihn umgebende Biologische Schild abgebaut werden. Thomas Erbacher, Leiter des Rückbaus, betonte, dass man die Genehmigung rechtzeitig und passend zu den Planungen erhalten habe. „Für uns bedeutet dies, dass wir den Rückbau nahtlos fortsetzen können.“

Im März 2023 hat dasTeam im KKI 1 die Marke von 10.000 Tonnen Demontagemasse geknackt und damit bereits fast die Hälfte aller Anlagenteile aus dem Reaktorgebäude und dem Maschinenhaus abgebaut. „Wir schaffen aktuell deutlich über 2.000 Tonnen Material pro Jahr aus der Anlage heraus. Das ist ein Spitzenwert im Vergleich mit allen Rückbauanlagen in Deutschland – damit ist der Rückbau im KKI 1 voll im Plan“, erklärte Erbacher.

Die Bearbeitung der demontierten Materialien erfolgt schrittweise: Die meisten Komponenten werden im Reststoffbehandlungszentrum zerlegt, gereinigt, mehrfach gemessen und nach der behördlichen Freigabe entsorgt oder dem Wertstoffkreislauf zugeführt. Der kleinere Anteil der demontierten Komponenten wird bis zur Endlagerung im KKI zwischengelagert.

Der nun bevorstehende Abbau des Reaktordruckbehälters gilt als Höhepunkt im Rückbauverlauf. Dabei wird der 565 Tonnen schwere und 21 Meter hohe Behälter in monatelanger Arbeit mittels Sägetechnik in handhabbare Stücke zerlegt, konditioniert und anschließend endlagergerecht verpackt. Diese Arbeiten sollen im Januar 2024 beginnen und etwa 14 Monate dauern.

Dienstag, 28.11.2023, 13:00 Uhr
Gnter Drewnitzky

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