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Energie & Management > Kernkraft - Letzte deutsche AKW im Rückbau
Quelle: Fotolia / mirkomedia
Kernkraft

Letzte deutsche AKW im Rückbau

Die Bundesregierung hat den Stand des AKW-Rückbaus vorgelegt. Die drei zuletzt abgeschalteten Anlagen sind in der Demontage, ältere Kraftwerke weiter fortgeschritten.
Die drei letzten deutschen Atomkraftwerke Emsland, Isar 2 und Neckarwestheim 2 befinden sich im Rückbau. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag hervor. Die Anlagen gingen am 15. April 2023 vom Netz und erhielten zwischen April 2023 und September 2024 ihre Stilllegungs- und Abbaugenehmigungen.

Nach Angaben der Bundesregierung haben die Betreiber bei allen drei Anlagen den Reaktorkern entladen und mit dem Abbau nicht mehr benötigter Komponenten begonnen. Dazu zählen unter anderem Rohrleitungen und Turbinenteile. Der Reaktordruckbehälter befindet sich demnach noch in seiner ursprünglichen Einbaulage. Die Einbauten des Reaktordruckbehälters werden derzeit demontiert und zerlegt.

Die drei Anlagen sind laut Bundesregierung noch nicht kernbrennstofffrei. Auch die Dampferzeuger befinden sich noch in unterschiedlichen Abbauzuständen. Zudem bauen die Betreiber derzeit Komponenten der jeweiligen Primärkreisläufe ab.
Weiter fortgeschritten ist der Rückbau bei den Atomkraftwerken Grafenrheinfeld, Philippsburg 2, Grohnde und Brokdorf. Diese vier Anlagen erhielten ihre Stilllegungs- und Abbaugenehmigungen zwischen Dezember 2019 und 2024. Laut Bundesregierung sind sie inzwischen brennelement- und brennstabfrei.

Abriss begonnen

In Grafenrheinfeld und Philippsburg 2 laufen demnach bereits umfangreiche Demontagearbeiten. Dazu gehört der Abbau von Großkomponenten wie Reaktordruckbehältern, Dampferzeugern und weiteren Teilen des Primärkreislaufs. Auch die Kühltürme beider Anlagen wurden bereits abgerissen.

In Grohnde und Brokdorf befinden sich die Arbeiten laut Bundesregierung in einem früheren Stadium. Dort nehmen die Betreiber nicht mehr benötigte Systeme außer Betrieb. Zudem führen sie Dekontaminationsmaßnahmen durch und demontieren erste Anlagenteile sowie Einbauten der Reaktordruckbehälter.

Auch bei den beiden Blöcken des Atomkraftwerks Gundremmingen laufen Demontagearbeiten. Im Block B haben die Betreiber nach Angaben der Bundesregierung mit dem Abbau der Einbauten des Brennelementlagerbeckens und des Reaktordruckbehälters begonnen. Die Kühltürme wurden bereits abgerissen. In Gundremmingen C wurden unter anderem Generatoren, Turbinen, Pumpen und Armaturen im Maschinenhaus demontiert.

Bei den übrigen deutschen Atomkraftwerken ist der Rückbau laut Bundesregierung ebenfalls weit fortgeschritten. Wesentliche Hauptkomponenten seien bereits entfernt. An einigen Standorten hätten die Betreiber zudem bereits Gebäude oder Gebäudeteile zurückgebaut.

Keine Rückkehr zur Kernkraft

Eine Rückkehr zum Betrieb der abgeschalteten Anlagen ist nach Angaben der Bundesregierung nicht Gegenstand aktueller Maßnahmen. In der laufenden Legislaturperiode habe es weder Gespräche zwischen Bundesregierung und Betreibern über einen Rückbaustopp noch über eine Wiederinbetriebnahme der Atomkraftwerke gegeben. Auch habe das Bundesumweltministerium keine Gutachten oder Stellungnahmen der Betreiber zu einer möglichen Reaktivierung vorgelegt.

Die Bundesregierung beantwortete die Anfrage der AfD-Fraktion zum Stand des Rückbaus und nach den Voraussetzungen für eine Wiederinbetriebnahme. (sh)

Dienstag, 25.08.2026, 11:56 Uhr
Susanne Harmsen
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Die Bundesregierung hat den Stand des AKW-Rückbaus vorgelegt. Die drei zuletzt abgeschalteten Anlagen sind in der Demontage, ältere Kraftwerke weiter fortgeschritten.
Die drei letzten deutschen Atomkraftwerke Emsland, Isar 2 und Neckarwestheim 2 befinden sich im Rückbau. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag hervor. Die Anlagen gingen am 15. April 2023 vom Netz und erhielten zwischen April 2023 und September 2024 ihre Stilllegungs- und Abbaugenehmigungen.

Nach Angaben der Bundesregierung haben die Betreiber bei allen drei Anlagen den Reaktorkern entladen und mit dem Abbau nicht mehr benötigter Komponenten begonnen. Dazu zählen unter anderem Rohrleitungen und Turbinenteile. Der Reaktordruckbehälter befindet sich demnach noch in seiner ursprünglichen Einbaulage. Die Einbauten des Reaktordruckbehälters werden derzeit demontiert und zerlegt.

Die drei Anlagen sind laut Bundesregierung noch nicht kernbrennstofffrei. Auch die Dampferzeuger befinden sich noch in unterschiedlichen Abbauzuständen. Zudem bauen die Betreiber derzeit Komponenten der jeweiligen Primärkreisläufe ab.
Weiter fortgeschritten ist der Rückbau bei den Atomkraftwerken Grafenrheinfeld, Philippsburg 2, Grohnde und Brokdorf. Diese vier Anlagen erhielten ihre Stilllegungs- und Abbaugenehmigungen zwischen Dezember 2019 und 2024. Laut Bundesregierung sind sie inzwischen brennelement- und brennstabfrei.

Abriss begonnen

In Grafenrheinfeld und Philippsburg 2 laufen demnach bereits umfangreiche Demontagearbeiten. Dazu gehört der Abbau von Großkomponenten wie Reaktordruckbehältern, Dampferzeugern und weiteren Teilen des Primärkreislaufs. Auch die Kühltürme beider Anlagen wurden bereits abgerissen.

In Grohnde und Brokdorf befinden sich die Arbeiten laut Bundesregierung in einem früheren Stadium. Dort nehmen die Betreiber nicht mehr benötigte Systeme außer Betrieb. Zudem führen sie Dekontaminationsmaßnahmen durch und demontieren erste Anlagenteile sowie Einbauten der Reaktordruckbehälter.

Auch bei den beiden Blöcken des Atomkraftwerks Gundremmingen laufen Demontagearbeiten. Im Block B haben die Betreiber nach Angaben der Bundesregierung mit dem Abbau der Einbauten des Brennelementlagerbeckens und des Reaktordruckbehälters begonnen. Die Kühltürme wurden bereits abgerissen. In Gundremmingen C wurden unter anderem Generatoren, Turbinen, Pumpen und Armaturen im Maschinenhaus demontiert.

Bei den übrigen deutschen Atomkraftwerken ist der Rückbau laut Bundesregierung ebenfalls weit fortgeschritten. Wesentliche Hauptkomponenten seien bereits entfernt. An einigen Standorten hätten die Betreiber zudem bereits Gebäude oder Gebäudeteile zurückgebaut.

Keine Rückkehr zur Kernkraft

Eine Rückkehr zum Betrieb der abgeschalteten Anlagen ist nach Angaben der Bundesregierung nicht Gegenstand aktueller Maßnahmen. In der laufenden Legislaturperiode habe es weder Gespräche zwischen Bundesregierung und Betreibern über einen Rückbaustopp noch über eine Wiederinbetriebnahme der Atomkraftwerke gegeben. Auch habe das Bundesumweltministerium keine Gutachten oder Stellungnahmen der Betreiber zu einer möglichen Reaktivierung vorgelegt.

Die Bundesregierung beantwortete die Anfrage der AfD-Fraktion zum Stand des Rückbaus und nach den Voraussetzungen für eine Wiederinbetriebnahme. (sh)

Dienstag, 25.08.2026, 11:56 Uhr
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