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Energie & Management > Gas - Erdgasförderung in Deutschland stabilisiert sich wieder
Quelle: Shutterstock
Gas

Erdgasförderung in Deutschland stabilisiert sich wieder

Knapp fünf Prozent des Erdgasbedarfs deckt Deutschland aus eigenen Quellen, teilt der BVEG in seinem Jahresbericht mit.
Der Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie (BVEG) hat seinen Jahresbericht 2025 vorgelegt. Diesem zufolge wurden im vergangenen Jahr in Deutschland rund 4,25 Milliarden Kubikmeter Erdgas gefördert. Damit deckte die heimische Förderung rund 4,8 Prozent des deutschen Erdgasbedarfs, teilt der Verband mit. Gegenüber 2024 entsprach dies einem leichten Anstieg um gut zwei Prozent. Der Verband sieht darin eine Stabilisierung nach jahrelangen Rückgängen der Produktion.

Der Schwerpunkt der Erdgasförderung liegt weiterhin klar in Niedersachsen. Allein dort wurden 2025 rund 4,19 Milliarden Kubikmeter Erdgas produziert, was knapp 99 Prozent der gesamten deutschen Förderung entspricht. Besonders bedeutend waren die Förderregionen Weser-Ems mit 2,06 Milliarden Kubikmetern und Elbe-Weser mit 1,58 Milliarden Kubikmetern Erdgas. Zu den größten einzelnen Förderfeldern gehörten Goldenstedt-Oythe und Adorf.
 

Allerdings, so heißt es im Jahresbericht: Während die Förderung Anfang der 2000er-Jahre noch bei bis zu 21 Milliarden Kubikmetern lag, erreichte sie 2025 nur noch rund ein Fünftel dieses Niveaus. Ursache sei vor allem die zunehmende Erschöpfung bestehender Lagerstätten sowie die geringe Zahl neuer Erschließungen.

Trotzdem verweist der Verband auf weiterhin vorhandene Reserven. Zum Jahresende 2025 lagen die sicheren und wahrscheinlichen Erdgasreserven in Deutschland bei rund 29 Milliarden Kubikmetern. Rechnerisch könnte die Förderung damit noch etwa sieben Jahre auf dem aktuellen Niveau fortgeführt werden. Darüber hinaus gebe es weitere geologische Ressourcen, die bislang wirtschaftlich oder technisch noch nicht erschlossen seien.

Ein weiterer Schwerpunkt des Jahresberichts sind die Erdgasspeicher. Das Arbeitsgasvolumen der Untertagegasspeicher lag 2025 bei rund 22,7 Milliarden Kubikmetern und entsprach damit mehr als einem Viertel des jährlichen Erdgasverbrauchs in Deutschland.

Kavernenspeicher zur Speicherung von Wasserstoff

In Deutschland standen 2025 insgesamt 14 Porenspeicher mit einem Arbeitsgasvolumen von 8,6 Milliarden Kubikmetern sowie 31 Kavernenspeicher mit rund 14,2 Milliarden Kubikmetern zur Verfügung. Der Verband hebt insbesondere die Bedeutung der Kavernenspeicher hervor, die flexibel nutzbar seien und künftig auch für die Speicherung von Wasserstoff an Bedeutung gewinnen könnten. Vor allem die Salzstöcke in Norddeutschland böten dafür gute Voraussetzungen.

Zu den größten Porenspeichern zählen Rehden mit rund 3,95 Milliarden Kubikmetern Arbeitsgasvolumen sowie Bierwang und Breitbrunn-Eggstätt. Bei den Kavernenspeichern gehören Epe-Uniper, Etzel-ESE und Nüttermoor zu den größten Standorten.

Neben Erdgas und Speichern widmet sich der BVEG inzwischen auch stärker der Tiefengeothermie. Der Verband sieht darin ein wichtiges Zukunftsfeld für die Wärmewende. Tiefengeothermie könne als jederzeit verfügbare erneuerbare Energie einen Beitrag zur klimaneutralen Wärmeversorgung leisten, insbesondere im Winter. Bis 2030 sollen in Deutschland 10 Milliarden kWh Wärme aus Tiefengeothermie für Wärmenetze bereitgestellt werden.

Nach Einschätzung des Verbandes hat die Tiefengeothermie 2025 deutlich an Dynamik gewonnen. Neben den bisherigen Schwerpunktregionen in Bayern und im Oberrheingraben gebe es zunehmend Aktivitäten im Norden und Westen Deutschlands. Viele Projekte befänden sich allerdings noch in frühen Planungs- und Erkundungsphasen. Der BVEG verweist dabei auf die Bedeutung von Untertage-Know-how aus der Erdgas- und Erdölindustrie für die Umsetzung künftiger Geothermieprojekte.

Der „BVEG-Jahresbericht 2025“ mit Statistiken und Infos zur Erdgas-, Erdöl- und Geoenergiebranche kann auf der Internetseite des BVES eingesehen werden.
 

Mittwoch, 13.05.2026, 17:13 Uhr
Stefan Sagmeister
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Erdgasförderung in Deutschland stabilisiert sich wieder
Knapp fünf Prozent des Erdgasbedarfs deckt Deutschland aus eigenen Quellen, teilt der BVEG in seinem Jahresbericht mit.
Der Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie (BVEG) hat seinen Jahresbericht 2025 vorgelegt. Diesem zufolge wurden im vergangenen Jahr in Deutschland rund 4,25 Milliarden Kubikmeter Erdgas gefördert. Damit deckte die heimische Förderung rund 4,8 Prozent des deutschen Erdgasbedarfs, teilt der Verband mit. Gegenüber 2024 entsprach dies einem leichten Anstieg um gut zwei Prozent. Der Verband sieht darin eine Stabilisierung nach jahrelangen Rückgängen der Produktion.

Der Schwerpunkt der Erdgasförderung liegt weiterhin klar in Niedersachsen. Allein dort wurden 2025 rund 4,19 Milliarden Kubikmeter Erdgas produziert, was knapp 99 Prozent der gesamten deutschen Förderung entspricht. Besonders bedeutend waren die Förderregionen Weser-Ems mit 2,06 Milliarden Kubikmetern und Elbe-Weser mit 1,58 Milliarden Kubikmetern Erdgas. Zu den größten einzelnen Förderfeldern gehörten Goldenstedt-Oythe und Adorf.
 

Allerdings, so heißt es im Jahresbericht: Während die Förderung Anfang der 2000er-Jahre noch bei bis zu 21 Milliarden Kubikmetern lag, erreichte sie 2025 nur noch rund ein Fünftel dieses Niveaus. Ursache sei vor allem die zunehmende Erschöpfung bestehender Lagerstätten sowie die geringe Zahl neuer Erschließungen.

Trotzdem verweist der Verband auf weiterhin vorhandene Reserven. Zum Jahresende 2025 lagen die sicheren und wahrscheinlichen Erdgasreserven in Deutschland bei rund 29 Milliarden Kubikmetern. Rechnerisch könnte die Förderung damit noch etwa sieben Jahre auf dem aktuellen Niveau fortgeführt werden. Darüber hinaus gebe es weitere geologische Ressourcen, die bislang wirtschaftlich oder technisch noch nicht erschlossen seien.

Ein weiterer Schwerpunkt des Jahresberichts sind die Erdgasspeicher. Das Arbeitsgasvolumen der Untertagegasspeicher lag 2025 bei rund 22,7 Milliarden Kubikmetern und entsprach damit mehr als einem Viertel des jährlichen Erdgasverbrauchs in Deutschland.

Kavernenspeicher zur Speicherung von Wasserstoff

In Deutschland standen 2025 insgesamt 14 Porenspeicher mit einem Arbeitsgasvolumen von 8,6 Milliarden Kubikmetern sowie 31 Kavernenspeicher mit rund 14,2 Milliarden Kubikmetern zur Verfügung. Der Verband hebt insbesondere die Bedeutung der Kavernenspeicher hervor, die flexibel nutzbar seien und künftig auch für die Speicherung von Wasserstoff an Bedeutung gewinnen könnten. Vor allem die Salzstöcke in Norddeutschland böten dafür gute Voraussetzungen.

Zu den größten Porenspeichern zählen Rehden mit rund 3,95 Milliarden Kubikmetern Arbeitsgasvolumen sowie Bierwang und Breitbrunn-Eggstätt. Bei den Kavernenspeichern gehören Epe-Uniper, Etzel-ESE und Nüttermoor zu den größten Standorten.

Neben Erdgas und Speichern widmet sich der BVEG inzwischen auch stärker der Tiefengeothermie. Der Verband sieht darin ein wichtiges Zukunftsfeld für die Wärmewende. Tiefengeothermie könne als jederzeit verfügbare erneuerbare Energie einen Beitrag zur klimaneutralen Wärmeversorgung leisten, insbesondere im Winter. Bis 2030 sollen in Deutschland 10 Milliarden kWh Wärme aus Tiefengeothermie für Wärmenetze bereitgestellt werden.

Nach Einschätzung des Verbandes hat die Tiefengeothermie 2025 deutlich an Dynamik gewonnen. Neben den bisherigen Schwerpunktregionen in Bayern und im Oberrheingraben gebe es zunehmend Aktivitäten im Norden und Westen Deutschlands. Viele Projekte befänden sich allerdings noch in frühen Planungs- und Erkundungsphasen. Der BVEG verweist dabei auf die Bedeutung von Untertage-Know-how aus der Erdgas- und Erdölindustrie für die Umsetzung künftiger Geothermieprojekte.

Der „BVEG-Jahresbericht 2025“ mit Statistiken und Infos zur Erdgas-, Erdöl- und Geoenergiebranche kann auf der Internetseite des BVES eingesehen werden.
 

Mittwoch, 13.05.2026, 17:13 Uhr
Stefan Sagmeister

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