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Energie & Management > Elektrofahrzeuge - Deutscher E-Auto-Hersteller vor dem Aus
Quelle: Pixabay / Joenomias
Elektrofahrzeuge

Deutscher E-Auto-Hersteller vor dem Aus

Das Amtsgericht Aachen hat das Insolvenzverfahren über die Next E Go Mobile eröffnet. Der Hersteller von Elektroautos aus Aachen hatte den Insolvenzantrag Anfang März gestellt.
Mit der Eröffnung des Hauptinsolvenzverfahrens steht die Aachener „Next.e.Go Mobile SE“ vor der Abwicklung. Zum Insolvenzverwalter wurde am 1. Mai der Aachener Rechtsanwalt Claus-Peter Kruth bestellt. Gläubiger müssen ihre Forderungen bis zum 7. Juni 2024 geltend machen. Die Gläubigerversammlung soll am 26. Juni stattfinden.

Die Next E Go Mobile entstand 2020 als Nachfolger der „e.Go Mobile“, die im Juli 2020 in die Insolvenz gegangen war. Beide Firmen produzierten elektrisch betriebene Fahrzeuge. Wichtigstes Produkt waren der Kleinwagen „e.Go life“, von dem seit 2018 mehr als tausend Stück verkauft wurden, und der Elektro-Kleinbus „e.Go Mover“. Beide werden in einem Werk in Aachen hergestellt.

Zu den Gründern der beiden Unternehmen gehörte der Ingenieur Günther Schuh, der 2010 auch an der Gründung von Streetscooter beteiligt war. Das Unternehmen stellt elektrisch betriebene Kleintransporter her und gehört inzwischen der Deutschen Post.

Nach der Insolvenz der E Go Mobile wurde 2020 mit der Beteiligungs-Gesellschaft Industrial Investment ein Investor gefunden, um die Produktion fortzusetzen. 2022 wurde die Fusion mit einer US-Firma bekannt gegeben, um in den USA an die Börse zu gehen. Neue Werke wurden in Brasilien und Bulgarien geplant.

Anfang des Jahres geriet das Unternehmen erneut in Schwierigkeiten. Vor „dem Hintergrund der jüngsten, negativen Entwicklungen und Herausforderungen“ für die Hersteller von Elektrofahrzeugen und „der Volatilität an den Kapitalmärkten“ beantragte die Next E Go Mobile Anfang März die Insolvenz.

Ein neuer Investor ist bislang nicht in Sicht. Interesse am Betriebsgelände der Firma hat der Anbieter von Batteriespeichern „Voltfang“ angemeldet, der ebenfalls im Umfeld der Technischen Hochschule Aachen entstanden ist.

Donnerstag, 2.05.2024, 17:05 Uhr
Tom Weingrtner
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Deutscher E-Auto-Hersteller vor dem Aus
Das Amtsgericht Aachen hat das Insolvenzverfahren über die Next E Go Mobile eröffnet. Der Hersteller von Elektroautos aus Aachen hatte den Insolvenzantrag Anfang März gestellt.
Mit der Eröffnung des Hauptinsolvenzverfahrens steht die Aachener „Next.e.Go Mobile SE“ vor der Abwicklung. Zum Insolvenzverwalter wurde am 1. Mai der Aachener Rechtsanwalt Claus-Peter Kruth bestellt. Gläubiger müssen ihre Forderungen bis zum 7. Juni 2024 geltend machen. Die Gläubigerversammlung soll am 26. Juni stattfinden.

Die Next E Go Mobile entstand 2020 als Nachfolger der „e.Go Mobile“, die im Juli 2020 in die Insolvenz gegangen war. Beide Firmen produzierten elektrisch betriebene Fahrzeuge. Wichtigstes Produkt waren der Kleinwagen „e.Go life“, von dem seit 2018 mehr als tausend Stück verkauft wurden, und der Elektro-Kleinbus „e.Go Mover“. Beide werden in einem Werk in Aachen hergestellt.

Zu den Gründern der beiden Unternehmen gehörte der Ingenieur Günther Schuh, der 2010 auch an der Gründung von Streetscooter beteiligt war. Das Unternehmen stellt elektrisch betriebene Kleintransporter her und gehört inzwischen der Deutschen Post.

Nach der Insolvenz der E Go Mobile wurde 2020 mit der Beteiligungs-Gesellschaft Industrial Investment ein Investor gefunden, um die Produktion fortzusetzen. 2022 wurde die Fusion mit einer US-Firma bekannt gegeben, um in den USA an die Börse zu gehen. Neue Werke wurden in Brasilien und Bulgarien geplant.

Anfang des Jahres geriet das Unternehmen erneut in Schwierigkeiten. Vor „dem Hintergrund der jüngsten, negativen Entwicklungen und Herausforderungen“ für die Hersteller von Elektrofahrzeugen und „der Volatilität an den Kapitalmärkten“ beantragte die Next E Go Mobile Anfang März die Insolvenz.

Ein neuer Investor ist bislang nicht in Sicht. Interesse am Betriebsgelände der Firma hat der Anbieter von Batteriespeichern „Voltfang“ angemeldet, der ebenfalls im Umfeld der Technischen Hochschule Aachen entstanden ist.

Donnerstag, 2.05.2024, 17:05 Uhr
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