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Energie & Management > Stromnetz - Bayernwerk setzt verstärkt auf Batteriespeicher
Speicher im LEW-Netz in Meitingen bei Augsburg. Quelle: LEW / Felix Baptist
Stromnetz

Bayernwerk setzt verstärkt auf Batteriespeicher

Das Bayernwerk will verstärkt Batteriespeicher ins Stromnetz integrieren. Jetzt hat das Unternehmen Standorte für neue Projekte bekannt gegeben.
Netzdienliche Energiespeicher sollen an den niederbayerischen Umspannwerken Roßbach (Landkreis Rottal-Inn) und Bogen (Landkreis Straubing-Bogen) errichtet werden. Zur von der Bundesregierung angestrebten klimaneutralen Energieversorgung bis zum Jahr 2045 sagt aus diesem Anlass Robert Pflügl, Geschäftsführer der Bayernwerk Netz GmbH: „Für das Versorgungsgebiet der Bayernwerk Netz GmbH bedeutet dies eine Vervielfachung der heute an unser Stromnetz angeschlossenen Erzeugungsanlagen und Verbraucher.“

Mit Blick auf die im Tagesverlauf fluktuierenden Einspeisungen der regenerativen Energiequellen erklärte Pflügl, die zeitliche und örtliche Synchronisation von Erzeugung und Verbrauch sowie die damit verbundene Speicherung von Energie seien der „Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende“. Energiespeicher könnten durch eine netzdienliche Fahrweise im Engpassfall den Energietransport zeitlich verlagern, dadurch den Übertragungsbedarf im Netz reduzieren und die gesamte Netzqualität für die Verbraucherinnen und Verbraucher verbessern.

Zudem könnten durch Speicher die Abregelung von Kleinanlagen im Zuge von Redispatch-Maßnahmen – vor allem von tausenden privaten PV-Dachanlagen in Bayern – vermieden werden. Die Speicher sollen an Umspannwerken gebaut werden, wo das Netz schon heute hoch ausgelastet ist.

Als erste Standorte wurden das Umspannwerk in Roßbach (vorausgesetzte Wirkleistung 30 bis 40 MW) sowie das Umspannwerk in Bogen (vorausgesetzte Wirkleistung 10 bis 15 MW ausgewählt.

Interessenten, die dort einen Speicher betreiben wollen, können sich über die Regelprozesse zum Netzanschluss an das Bayernwerk wenden. Danach setzt sich der Versorger mit ihnen zur Fahrweise des Speichers und zum Netzanschlussvertrag in Verbindung. Dieser Prozess wird, so das Bayernwerk, erstmals an diesen Standorten erprobt. Nach erfolgreicher Testphase sollen weitere geeignete Standorte kurzfristig veröffentlicht werden.

Donnerstag, 13.06.2024, 09:15 Uhr
Gnter Drewnitzky
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Speicher im LEW-Netz in Meitingen bei Augsburg. Quelle: LEW / Felix Baptist
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Bayernwerk setzt verstärkt auf Batteriespeicher
Das Bayernwerk will verstärkt Batteriespeicher ins Stromnetz integrieren. Jetzt hat das Unternehmen Standorte für neue Projekte bekannt gegeben.
Netzdienliche Energiespeicher sollen an den niederbayerischen Umspannwerken Roßbach (Landkreis Rottal-Inn) und Bogen (Landkreis Straubing-Bogen) errichtet werden. Zur von der Bundesregierung angestrebten klimaneutralen Energieversorgung bis zum Jahr 2045 sagt aus diesem Anlass Robert Pflügl, Geschäftsführer der Bayernwerk Netz GmbH: „Für das Versorgungsgebiet der Bayernwerk Netz GmbH bedeutet dies eine Vervielfachung der heute an unser Stromnetz angeschlossenen Erzeugungsanlagen und Verbraucher.“

Mit Blick auf die im Tagesverlauf fluktuierenden Einspeisungen der regenerativen Energiequellen erklärte Pflügl, die zeitliche und örtliche Synchronisation von Erzeugung und Verbrauch sowie die damit verbundene Speicherung von Energie seien der „Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende“. Energiespeicher könnten durch eine netzdienliche Fahrweise im Engpassfall den Energietransport zeitlich verlagern, dadurch den Übertragungsbedarf im Netz reduzieren und die gesamte Netzqualität für die Verbraucherinnen und Verbraucher verbessern.

Zudem könnten durch Speicher die Abregelung von Kleinanlagen im Zuge von Redispatch-Maßnahmen – vor allem von tausenden privaten PV-Dachanlagen in Bayern – vermieden werden. Die Speicher sollen an Umspannwerken gebaut werden, wo das Netz schon heute hoch ausgelastet ist.

Als erste Standorte wurden das Umspannwerk in Roßbach (vorausgesetzte Wirkleistung 30 bis 40 MW) sowie das Umspannwerk in Bogen (vorausgesetzte Wirkleistung 10 bis 15 MW ausgewählt.

Interessenten, die dort einen Speicher betreiben wollen, können sich über die Regelprozesse zum Netzanschluss an das Bayernwerk wenden. Danach setzt sich der Versorger mit ihnen zur Fahrweise des Speichers und zum Netzanschlussvertrag in Verbindung. Dieser Prozess wird, so das Bayernwerk, erstmals an diesen Standorten erprobt. Nach erfolgreicher Testphase sollen weitere geeignete Standorte kurzfristig veröffentlicht werden.

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