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Energie & Management > Stromnetz - Bayern bekommt dritte Gleichstromleitung
Trommeln mit den Erdkabeln für Südostlink warten schon im Regensburger Hafen auf den Baustart. Quelle: E&M / Drewnitzky
Stromnetz

Bayern bekommt dritte Gleichstromleitung

Bayern soll eine dritte Gleichstromtrasse zur Versorgung mit Windenergie aus dem Norden bekommen. Die Trasse namens „Südwestlink“ führt den Plänen nach in den Großraum Würzburg.
Nach Südlink und Südostlink hat der Südwestlink die Aufgabe, den Süden der Republik mit erneuerbarer Energie sicherzustellen. Er soll aus Schleswig-Holstein nach Bayern und weiter nach Baden-Württemberg führen.

Als Endpunkt einer der beiden bis dahin wohl weitgehend parallel verlaufenden Erdkabeltrassen von Südwestlink ist der Ort Trennfeld im bayerischen Unterfranken vorgesehen. Hier sollen dann in einem Konverter 2.000 MW Gleichstrom umgeformt und als Wechselstrom ins Verteilnetz eingespeist werden.

Die andere Leitung von Südwestlink führt weiter nach Baden-Württemberg. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat jetzt die von dem Projekt betroffenen Landräte informiert. Danach ist die neue Trasse Bestandteil der Vorhaben, die die Bundesnetzagentur im Szenario 2045 neu eingeplant hat.

Im Bau befinden sich derzeit Teile der Gleichstromverbindung Südlink, die ebenfalls je 2.000 MW nach Bayern und Baden-Württemberg bringen soll. Bis zur Fertigstellung wird es allerdings noch etwas dauern. Derzeit ist das Jahr 2028 im Gespräch. Auf 2027 ist die zweite große in Bau befindliche Gleichstromtrasse Südostlink terminiert.

Alle Projekte speisen den Windstrom an ehemaligen Kernkraftwerkstandorten ein, die mittlerweile abgeschaltet sind. Ursprünglich hätten die Leitungen zu diesem Zeitpunkt in Betrieb gehen sollen.

Die von der Bayerischen Staatsregierung erzwungene Umplanung von Freileitung auf Erdkabel hat dann zu den jahrelangen Verzögerungen und zu einer Vervielfachung der Kosten geführt. Allein der 700 Kilometer lange Südlink, der als Rückgrat der Energiewende gilt, wird wohl 10 Milliarden Euro verschlingen. Auch gibt es entlang der vorgesehenen Trasse Widerstand von Kommunalpolitikern und Bürgerinitiativen.

Freitag, 9.02.2024, 11:05 Uhr
Gnter Drewnitzky
Energie & Management > Stromnetz - Bayern bekommt dritte Gleichstromleitung
Trommeln mit den Erdkabeln für Südostlink warten schon im Regensburger Hafen auf den Baustart. Quelle: E&M / Drewnitzky
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Bayern bekommt dritte Gleichstromleitung
Bayern soll eine dritte Gleichstromtrasse zur Versorgung mit Windenergie aus dem Norden bekommen. Die Trasse namens „Südwestlink“ führt den Plänen nach in den Großraum Würzburg.
Nach Südlink und Südostlink hat der Südwestlink die Aufgabe, den Süden der Republik mit erneuerbarer Energie sicherzustellen. Er soll aus Schleswig-Holstein nach Bayern und weiter nach Baden-Württemberg führen.

Als Endpunkt einer der beiden bis dahin wohl weitgehend parallel verlaufenden Erdkabeltrassen von Südwestlink ist der Ort Trennfeld im bayerischen Unterfranken vorgesehen. Hier sollen dann in einem Konverter 2.000 MW Gleichstrom umgeformt und als Wechselstrom ins Verteilnetz eingespeist werden.

Die andere Leitung von Südwestlink führt weiter nach Baden-Württemberg. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hat jetzt die von dem Projekt betroffenen Landräte informiert. Danach ist die neue Trasse Bestandteil der Vorhaben, die die Bundesnetzagentur im Szenario 2045 neu eingeplant hat.

Im Bau befinden sich derzeit Teile der Gleichstromverbindung Südlink, die ebenfalls je 2.000 MW nach Bayern und Baden-Württemberg bringen soll. Bis zur Fertigstellung wird es allerdings noch etwas dauern. Derzeit ist das Jahr 2028 im Gespräch. Auf 2027 ist die zweite große in Bau befindliche Gleichstromtrasse Südostlink terminiert.

Alle Projekte speisen den Windstrom an ehemaligen Kernkraftwerkstandorten ein, die mittlerweile abgeschaltet sind. Ursprünglich hätten die Leitungen zu diesem Zeitpunkt in Betrieb gehen sollen.

Die von der Bayerischen Staatsregierung erzwungene Umplanung von Freileitung auf Erdkabel hat dann zu den jahrelangen Verzögerungen und zu einer Vervielfachung der Kosten geführt. Allein der 700 Kilometer lange Südlink, der als Rückgrat der Energiewende gilt, wird wohl 10 Milliarden Euro verschlingen. Auch gibt es entlang der vorgesehenen Trasse Widerstand von Kommunalpolitikern und Bürgerinitiativen.

Freitag, 9.02.2024, 11:05 Uhr
Gnter Drewnitzky

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