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Energie & Management > Kernkraft - Anzahl der Atomreaktoren weltweit rückläufig
Quelle: Pixabay / Ulrike Leone
Kernkraft

Anzahl der Atomreaktoren weltweit rückläufig

Laut dem World Nuclear Industry Status Report 2025 nahm die Zahl der weltweit im Einsatz befindlichen Kernkraftwerke weiter ab. 
Die Zahl der am Netz befindlichen Kernkraftwerke ging im vergangenen Jahr zurück, während die Erzeugungsleistung weitgehend stabil blieb. 2025 gingen weltweit vier neue Kernkraftwerksreaktoren mit zusammen 4.400 MW ans Netz. Stillgelegt wurden sieben Reaktoren mit insgesamt 2.800 MW. Das geht aus dem World Nuclear Industry Status Report 2025 hervor.

Zum Stichtag 1. Januar 2026 waren weltweit 404 Kernkraftwerksreaktoren in Betrieb. Die globale Betriebskapazität – definiert als installierte Leistung abzüglich von Anlagen im langfristigen Stillstand – lag bei 369.000 MW und blieb damit nahezu unverändert. Stillgelegt wurden jeweils drei Reaktoren in Belgien und Russland. In Taiwan wurde mit der Abschaltung des letzten Reaktors der vollständige Atomausstieg umgesetzt.

In der Europäischen Union sank die Zahl der betriebenen Reaktoren auf 98. Neubauten gibt es dort derzeit nur einen. Der einzige Reaktor im Bau ist Mochovce 4 in der Slowakei, dessen Bau ursprünglich 1985 begonnen wurde. Auf dem gesamten amerikanischen Kontinent (USA/Kanda/Mittel- und Südamerika) befindet sich derzeit kein kommerzieller Kernkraftwerksreaktor im Bau.

Weltweit 66 Reaktoren im Bau

Weltweit waren Anfang 2026 insgesamt 66 Reaktoren in elf Ländern im Bau. Mehr als die Hälfte dieser Projekte entfällt auf China, das 36 Reaktoren gleichzeitig errichtet. Außerhalb Chinas blieb die Zahl der Baustellen konstant. Von den 66 Reaktoren werden 63 entweder in Staaten mit Kernwaffenstatus gebaut oder von Unternehmen realisiert, die von solchen Staaten kontrolliert werden. Eine Ausnahme bilden drei Baustellen in Südkorea.

China, Russland und Frankreich sind die einzigen Länder, die derzeit Kernkraftwerke im Ausland errichten. Russland nimmt dabei eine zentrale Rolle ein und ist an Bauprojekten in mehreren Ländern beteiligt. Bangladesch, Ägypten und die Türkei bauen aktuell ihre ersten Kernkraftwerke, sämtlich mit russischer Technologie.

Etliche Staaten haben letzte Projekte abgeschlossen

Der Bericht stellt fest, dass sich der Kreis der Länder mit laufenden Neubauprojekten in den vergangenen zwei Jahren deutlich verkleinert hat. Mehrere Staaten haben ihre letzten Projekte abgeschlossen oder Bauvorhaben ausgesetzt. Insgesamt errichten nur acht der 31 Länder mit bestehenden Kernkraftwerken derzeit neue Anlagen.

Herausgeber des Reports ist Mycle Schneider Consulting mit Sitz in Paris. Das Beratungsbüro wird vom Deutschen Mycle Schneider geleitet, einem Energie- und Nuklearexperten, der seit den 1990er-Jahren internationale Organisationen, Regierungen und Parlamente berät. Der Bericht wird von einem internationalen Autorenteam erstellt.

Der „World Nuclear Industry Status Report 2025“ sowie das Update „Nuclear World 2025 in Numbers“ vom 21. Januar sind online abrufbar.

Mittwoch, 21.01.2026, 16:48 Uhr
Stefan Sagmeister
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Quelle: Pixabay / Ulrike Leone
Kernkraft
Anzahl der Atomreaktoren weltweit rückläufig
Laut dem World Nuclear Industry Status Report 2025 nahm die Zahl der weltweit im Einsatz befindlichen Kernkraftwerke weiter ab. 
Die Zahl der am Netz befindlichen Kernkraftwerke ging im vergangenen Jahr zurück, während die Erzeugungsleistung weitgehend stabil blieb. 2025 gingen weltweit vier neue Kernkraftwerksreaktoren mit zusammen 4.400 MW ans Netz. Stillgelegt wurden sieben Reaktoren mit insgesamt 2.800 MW. Das geht aus dem World Nuclear Industry Status Report 2025 hervor.

Zum Stichtag 1. Januar 2026 waren weltweit 404 Kernkraftwerksreaktoren in Betrieb. Die globale Betriebskapazität – definiert als installierte Leistung abzüglich von Anlagen im langfristigen Stillstand – lag bei 369.000 MW und blieb damit nahezu unverändert. Stillgelegt wurden jeweils drei Reaktoren in Belgien und Russland. In Taiwan wurde mit der Abschaltung des letzten Reaktors der vollständige Atomausstieg umgesetzt.

In der Europäischen Union sank die Zahl der betriebenen Reaktoren auf 98. Neubauten gibt es dort derzeit nur einen. Der einzige Reaktor im Bau ist Mochovce 4 in der Slowakei, dessen Bau ursprünglich 1985 begonnen wurde. Auf dem gesamten amerikanischen Kontinent (USA/Kanda/Mittel- und Südamerika) befindet sich derzeit kein kommerzieller Kernkraftwerksreaktor im Bau.

Weltweit 66 Reaktoren im Bau

Weltweit waren Anfang 2026 insgesamt 66 Reaktoren in elf Ländern im Bau. Mehr als die Hälfte dieser Projekte entfällt auf China, das 36 Reaktoren gleichzeitig errichtet. Außerhalb Chinas blieb die Zahl der Baustellen konstant. Von den 66 Reaktoren werden 63 entweder in Staaten mit Kernwaffenstatus gebaut oder von Unternehmen realisiert, die von solchen Staaten kontrolliert werden. Eine Ausnahme bilden drei Baustellen in Südkorea.

China, Russland und Frankreich sind die einzigen Länder, die derzeit Kernkraftwerke im Ausland errichten. Russland nimmt dabei eine zentrale Rolle ein und ist an Bauprojekten in mehreren Ländern beteiligt. Bangladesch, Ägypten und die Türkei bauen aktuell ihre ersten Kernkraftwerke, sämtlich mit russischer Technologie.

Etliche Staaten haben letzte Projekte abgeschlossen

Der Bericht stellt fest, dass sich der Kreis der Länder mit laufenden Neubauprojekten in den vergangenen zwei Jahren deutlich verkleinert hat. Mehrere Staaten haben ihre letzten Projekte abgeschlossen oder Bauvorhaben ausgesetzt. Insgesamt errichten nur acht der 31 Länder mit bestehenden Kernkraftwerken derzeit neue Anlagen.

Herausgeber des Reports ist Mycle Schneider Consulting mit Sitz in Paris. Das Beratungsbüro wird vom Deutschen Mycle Schneider geleitet, einem Energie- und Nuklearexperten, der seit den 1990er-Jahren internationale Organisationen, Regierungen und Parlamente berät. Der Bericht wird von einem internationalen Autorenteam erstellt.

Der „World Nuclear Industry Status Report 2025“ sowie das Update „Nuclear World 2025 in Numbers“ vom 21. Januar sind online abrufbar.

Mittwoch, 21.01.2026, 16:48 Uhr
Stefan Sagmeister

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